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Selbständig - Lizenzen & Prüfungen?

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tieffliegeradri #1 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 21:15

Hallo habe mal ne Frage zur Selbstständigkeit.Habe vor mich noch in diesem Jahr mit einem sattelzug (Kippmulde) selbststandig zu machen.Hauptsächlich im Strassenbau ,also Kies ,Erde und sonstige Baumaterialien und nur in Deutschland.Welche Lizenzen und Prüfungen brauche ich dazu.Habe für den Bürokratischen Teil etwa 20000Euro eingeplant .Reicht das?? Binn für jede Hilfe dankbar.
Gruss Adrian :idea:
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MagNet-99 #2 Link


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Dabei seit: Jun 16, 2006
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Ort: In the middle of nowhere
BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 22:18

Hallo Adrian,

ersteinmal Respekt, das ist mutig aber Du scheinst es Dir ja gut überlegt zu haben. Hast Du einen festen Auftragger ?

Also ersteinmal würde ich so ein Existenzgründerseminar mitmachen.
Da wird den Leuten eigentlich unverblümt gesagt was Sache ist. Da hängt auch Buchführung, Rechnungsschreibung, Mahnung, Aquise, Marketing usw... dran.....
Machen die IHKs i.d.R. umsonst. Einfach mal die für Dich zuständige IHK anrufen oder vrobeifahren. Die beraten auch zu allem anderen.

Ich kenne das Thema aus dem Güterkraftverkehrsgesetz GüKG. Hiernach ist der gewerbliche Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 tons zGG erlaubnispflichtig. Die Erlaubnis wird von der Unteren Straßenverkehrsbehörde ausgegeben und unterliegt Voraussetzungen. Das sind fachliche und finanzielle Leistungsfähigkeit die nachgewiesen werden muss. Für Dich als Person wie auch für das Unternehmen. Die Erlaubnis wird dann für 5 Jahre erteilt und gilt nur für Deutschland.

Im Detail kannst Du das u.a. hier nachlesen:
www.transportrecht.de/

Schau mal generell auf dieser guten Seite der IHK Bochum. Auf der rechten Seite findest Du diverse Checklisten für Existenzgründer und auch die Dame die die Seminare macht soll sehr kompetent sein:
www.bochum.ihk.de/webs...erID=10022

Hoffe das hilft Dir ersteinmal weiter ;-)

Gruss
MagNet-99
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tieffliegeradri #3 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2007 - 05:55

:D Erst mal vielen Dank für die Antwort hätte nicht gedacht das so schnell etwas zurück kommt.
Zu deiner Frage wegen den Auftraggebern.Habe 5-7 Baufirmen aus den Bereichen Strassenbau,Tiefbau und Steinbrüchen die kronischen Mangel an Kippmulden haben (wörtliche auskunft "je schneller je besser")also hätte ich sofort sichere Arbeit.Im Winter kann ich bei einer Spedition einen Jumbo mieten und für sie im nationalen Ferkehr fahren ,da in der Baubranche im winter nicht viel los ist.

Gruss Adrian
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Shorty #4 Link


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Dabei seit: Jan 22, 2005
Beiträge: 355
Ort: Jakarta
BeitragVerfasst am: 12 Apr 2007 - 03:08

Hallo Adrian,

Du brauchst auch einen LKW Fuehrerschein. Aber den hast Du wahrscheinlich schon. Wende Dich doch mal an das Arbeitsamt. Vielleicht koennen die Dir auch sagen, wo Du noch Informationen bekommen kannst.

Gruss
Shorty
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tieffliegeradri #5 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 09:27

habe von einem Bekannten ,der auch im baustellenverkehr fährt die Information bekommen das man sich die eu transportlizenz in diesem gewerbe sparen kann .Man muss nur ein baugewerbe anmelden und kein transportgewerbe.Dann darf man auch für fremdfirmen fahren.
Was haltet ihr von dieser Variante,ich weiss nicht was ich davon halten soll
Gruss Adrian
:roll:
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frankenstein #6 Link


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Dabei seit: Aug 11, 2005
Beiträge: 198

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 09:51

tieffliegeradri wrote:
Man muss nur ein baugewerbe anmelden und kein transportgewerbe.Dann darf man auch für fremdfirmen fahren.
Was haltet ihr von dieser Variante,ich weiss nicht was ich davon halten soll
:roll:
Halte mal lieber nichts davon, weil das vermutlich großer Quatsch ist. Das würde IMHO nur im Baustellenverkehr, also Transporte innerhalb einer Baustelle funktionieren.
Wenn Du aber darüber hinaus für andere Auftraggeber Waren beförderst ist das gewerblicher Güterkraftverkehr und wie oben schon erwähnt, ab 3,5 to zGg erlaubnispflichtig.
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michaelm #7 Link


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Dabei seit: Dez 12, 2005
Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 07:01

Hallo Tiefflieger,

vielleicht hilft das noch weiter:

www.ihk-kassel.de/solv...erkehr.pdf
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Mayerhofer #8 Link


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Ort: Landkreis Ludwigsburg (Ba-Wü)
BeitragVerfasst am: 22 Apr 2007 - 19:06

Halli tieffliegeradri,

schöner Name :lol:

Hast du dir das wirklich gut überlegt...?

Was hast du vorher gemacht und kennst du die Nachteile und das Risiko die auf dich zukommen werden???

Zu deine Fragen ist das wesentliche schon genannt worden, jedoch solltest du dir bewusst sein, dass du wahrscheinlich nicht das große Geld machen wirst...

Dennoch eine mutige Entscheidung falls du die Geschichte wirklich durchziehst.


Gruß
M.Mayerhofer
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Breitling #9 Link


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Dabei seit: Okt 10, 2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2007 - 11:14

Was Du vor Allem brauchst ist eine qualifizierte Einschätzung Deiner künftigen Auftraggeber hinsichtlich der Frage:
- sind diese kreditwürdig (Bonität)
- sind sie möglicherweise schon als Frachtgauner bekannt?

Empfehle Dir, Dich bei camionpro zu melden (Berufsverband der Transportbranche) und Deine Auftraggeber kurzfristig überprüfen zu lassen.
www.camionpro.de

Hast Du schon angefangen? Wie läuft es?

Gruß,
Breitling
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Günni #10 Link


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Dabei seit: Okt 15, 2007
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2007 - 18:47

frankenstein wrote:
tieffliegeradri wrote:
Man muss nur ein baugewerbe anmelden und kein transportgewerbe.Dann darf man auch für fremdfirmen fahren.
Was haltet ihr von dieser Variante,ich weiss nicht was ich davon halten soll
:roll:
Halte mal lieber nichts davon, weil das vermutlich großer Quatsch ist. Das würde IMHO nur im Baustellenverkehr, also Transporte innerhalb einer Baustelle funktionieren.
Wenn Du aber darüber hinaus für andere Auftraggeber Waren beförderst ist das gewerblicher Güterkraftverkehr und wie oben schon erwähnt, ab 3,5 to zGg erlaubnispflichtig.

Wie hoch ist eigentlich das Bußgeld für erlaubnispflichtige Transporte ohne Erlaubnis?
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Erderwärmer #11 Link


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Dabei seit: Nov 09, 2006
Beiträge: 28
Ort: Hamburg
BeitragVerfasst am: 07 Nov 2007 - 12:58

Hallo Tiefflieger

Sorry das ich es so ehrlich sage, aber wenn Du nicht einmal die grundlegenden Anforderungen an den genehmigungspflichtigen Güterkraftverkehr kennst, solltest Du die Finger davon lassen.
Ich kenne genügend Leute die mit dem Traum von der Selbstständigkeit schneller auf die Schnauze gefallen sind als sie sich hätten träumen lassen.
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Graniti #12 Link


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Dabei seit: Mar 22, 2007
Beiträge: 99
Ort: Eiterfeld
BeitragVerfasst am: 03 Feb 2008 - 20:36

[quote="Günni"][quote="frankenstein"]
tieffliegeradri wrote:
Man muss
Wie hoch ist eigentlich das Bußgeld für erlaubnispflichtige Transporte ohne Erlaubnis?

1200 € für den TU und ca. 3000 Euro für den Auftraggeber hat das bei uns ein TU im Stückgutverkehr gekostet. :roll:

Sind schon 3 Jahre her, kann jetzt noch mehr kosten. Zur Info TU ist Pleite.
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ROLOGMH #13 Link


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Dabei seit: Feb 18, 2009
Beiträge: 3
Ort: Mülheim an der Ruhr
BeitragVerfasst am: 18 Feb 2009 - 09:33

Hallo

Es gibt folgende Dinger die bei einer Gründung für ein Transport unternehmen wichtig sind.

Gewerblicher Güterkraftverkehr ist erlaubnispflichtig.
Damit sind Transporte mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 to gemeint.

Es gibt 3 grundlegende Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit man die Erlaubnis erhält um gewerblichen Güterkraftverkehr durchführen zu können.

1. Der Unternehmer und die zur Führung der Güterkraftverkehrsgeschäfte
bestellte Person sind zuverlässig.
( Auszug aus dem Finanzregister Auszug aus dem Personenregister )

2. Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmers muß gewährleistet sein.
( Nachweis über eine solide Finanzierung der Fahrzeuge etc. )

3. Der Unternehmer und die zur Führung der Güterkraftverkehrsgeschäfte
bestellte Person sind fachlich geeigent.
( Abgeschlossen Ausbildung Speditionskaufmann/frau vor IHK und/oder
5 Jahre leitende Tätigkeit )

Sollte alle Voraussetzungen erfüllt sein dann bekommt man die Erlaubnis
Die sogenannter EU - Lizenz.

Sie ist befristet auf 5 Jahre und nach den 5 Jahren müssen die 3 oben ganannten Vorausetzungen erneut nachgewiesen werden.
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