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Motorrad Gefahrgut Luftfracht nach IATA DGR

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Tex66 #1 Link


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BeitragVerfasst am: 10 Nov 2016 - 20:25

Hallo Luftfracht Fachpersonal,
ich habe eine eher ungewöhnliche Frage, weil ich es selber noch nicht gehört habe und auch nicht wirklich was darüber finde.
Ich habe vor mein Bike per Luftfracht zu verschicken. Aufgrund des Öls im Motor und vor allem weil der Motor schon mal gelaufen ist muss das Bike als Gefahrgut deklariert werden, was einen erheblichen Preisunterschied zur gewöhnlichen Luftfracht ausmacht.
Mein Spediteur meinte aber das es möglich ist den Motor zu spülen (innen u. außen) und von allem Öl zu befreien und damit sich von der Gefahrgut Dekleration zu befreien. Dies müsste jedoch von einer "Fachfirma" durchgeführt werden und schriftlich bestätigt werden. Geht das?
Ich komme selber aus Köln. Wenn irgendjemand etwas weiß, wer, wo und überhaupt sowas macht bitte sagt Bescheid.
Vielen Dank schon jetzt
Tex
P.S Habe das Thema auch im Luftfracht Forum eröffnet, weil ich nicht wußte wo es besser ist.
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airliner #2 Link


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BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 00:00

Hallo Tex66,

grundsätzlich hat dein Spediteur nicht Unrecht. Aber ich wage zu bezweifeln, dass die Kosten für die Entölung deines Motorrads deutlich geringer sind als die Differenz von Gefahrgut zu Nichtgefahrgut. Zudem liegt es danach im Ermessen der Airline die Entölung als solche anzuerkennen und Du kannst dich darauf verlassen das dort dann dreimal hingeguckt und geschnuppert wird. Hinzu kommt auch noch die Starterbatterie die ebenfalls entfernt werden muss, auch die ist meist Gefahrgut.

Da dein Motorrad vom frachtpflichtigen Gewicht im mittleren dreistelligen Bereich liegt, ich schätze mal zirka 400kg-700kg, ist die Rate durch den Luftfrachtspediteur gegenüber der Airline verhandelbar. Man spricht dann von so genannten Adhocpreisen, die die Airline, je nach Frachtaufkommen, den Luftfrachtspediteuren quotiert. Such dir einen Luftfrachtspediteur, keinen "normalen" Wald- und Wiesenspediteur, der stark in das von dir gewünschte Zielgebiet ist. Hol dir 3 oder 4 Angebote ein. Du wirst sehen wie weit diese dann auseinander liegen. Damit fährst du sicher besser als mit einer so aufwendigen Aktion die nicht von Erfolg gekrönt sein muss.

Schreib mal wenn Du die ersten Angebote hast oder wenn noch Rückfragen aufkommen.
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Tex66 #3 Link


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BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 04:00

hallo airliner,
da hast du vielleicht recht mit dem nicht zu großen kostenunterschied. was ist das für ein motorrad 400-700 kg????
es handelt sich um eine alte 400er honda. inkl frachtbox wiegt das ganze ca 180kg. habe mir so eine eurocargobox aus kunststoff besorgt. sehr stabil, sehr leicht. das bike muss natürlich teilweise zerlegt werden damit es passt.
es soll nach texas gehen und bisher habe ich mit spedition XXXXX und XXXXXXXXX gesprochen.

p.s hat jemand meinen betreff verändert????
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airliner #4 Link


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BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 09:58

Die Eurocargobox hast Du dir zumindest schon umsonst zugelegt. Der Transport von Kraftfahrzeugen erfolgt unverpackt, da das Motorrad durch den DGR Check geht und anschließend auf einer dafür vorgesehenen Luftfrachtpalette verladen wird. Du musst da nichts demontieren. Ausschlaggebend ist auch nicht das tatsächliche Gewicht deines Motorrads, sondern das Volumen, das dein Motorrad im Frachtladeraum eine Flugzeugs in Anspruch nimmt. Dann sind wir wieder bei dem frachtpflichtigem Gewicht, das ich dir genannt habe. Die genaue Berechnungsgrundlage spare ich mir jetzt mal. Vielleicht suchst Du dir als erstes einmal einen ordentlichen Luftfrachtspediteur der etwas von seinem Handwerk versteht, bevor Du noch mehr unnütze Kosten verursachst. ;-)

PS Ja dein Betreff wurde editiert, um die entsprechenden User besser anzusprechen.
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Stefan1531 #5 Link


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Ort: Stuttgart
BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 14:10

@airliner: das sehe ich nicht so. Wir versenden auch öfters Motorräder per LF, immer in einer Kiste; alleine schon, um Beschädigungen vorzubeugen.
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Tex66 #6 Link


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Dabei seit: Nov 10, 2016
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BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 14:14

Die box ist perfekt. ich hätte natürlich auch eine firma beauftragen können und 600€ bezahlen können.(angebot von schencker)
das bike muss in einer perfekt geschlossenen kiste verpackt sein, jedoch leicht zu öffnen für visuelle inspektion.
aus den maßen der kiste ergibt sich dann das sogenannte volumengewicht welches dann den preis ergibt.
länge x breite x höhe : 6000 = volumengewicht. das heißt umso kompakter ich packe umso kleiner die kiste umso kleiner der preis. das moped aufrecht auf eine palette zu transportieren macht man wenn man zuviel geld hat.
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airliner #7 Link


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Ort: NRW
BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 16:07

Die Beschädigungsrate hängt auch stark von der verwendeten Transportkiste ab. Wir raten meist davon ab und tendieren zu speziellen Gestellen und loser Verladung. Der Hintergrund ist recht einfach. Bei loser Verladung oder entsprechenden Gestellen wird das Motorrad über Zurrgurte direkt auf der Flugzeugpalette gesichert. Kommt es zu einem Startabbruch, einer harten Landung oder Turbolenzen während des Fluges passiert dem Motorrad rein gar nichts, da es mit dem Flugzeug verbunden ist.

Wird das Motorrad in einer Kiste verladen, wird die Kiste auf der Flugzeugpalette gesichert. Kommt es jetzt zu einem möglichen Startabbruch, einer harten Landung oder Turbolenzen während des Fluges dann ist die Kiste super gesichert, das gilt aber erst einmal nicht für das Motorrad. Je nach Qualität der Kiste und der Sicherung des Motorrad in der Kiste schaut es nach der Entladung entsprechend aus. Hatten wir alles schon. Hier wird die Airline bei einem Schaden immer auf die eigene Ladungssicherung des Kunden verweisen und ganz sicher nichts davon übernehmen.
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Carsten #8 Link


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Ort: Düsseldorf
BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 16:09

Bitte keine Unternehmen nennen und die Groß- und Kleinschreibung beachten ;-) Danke
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Tex66 #9 Link


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Dabei seit: Nov 10, 2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11 Nov 2016 - 17:12

OK.sorry
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