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Einrichtung eigener Rufbereitschaft oder Outsourcing

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DerUnbeugsame #1 Link


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BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 18:17

Hallo zusammen,

ein Notdienst/eine Rufbereitschaft soll eingerichtet und evtl. auch gleich outgesourct werden.

Die entsprechenden Zeiten für die Rufbereitschaft sind Mo - Fr = 21 - 5 Uhr. Das WE komplett bzw. bis Mo 5 Uhr.

Während dieser Zeit gilt Rufbereitschaft, man muss evtl. ins System, um was auszudrucken, einen Auftrag anzulegen. Man hat ein Nothandy zu Hause und Fernzugriff auf das System bzw. ein Notebook mit entsprechendem Zugang. Es muss ins Depot, um Waren auszulagern, damit diese versendet/zugestellt werden können. Dies geschieht i. R. einer direkten Auslieferung, also Ware abholen und direkt zum Empfänger bringen.

Es werden also mind. 2 eher 3 Personen benötigt. Eine für die Rufbereitschaft und mind. eine, die die Ware auslagert und ausliefert. Eine weitere zum Auslagern und Ausliefern, für den Fall, dass eine zweite Auslagerung/Auslieferung dann stattfindet, wenn die erste bereits erfolgt ist bzw. noch läuft.

Dabei ist noch zu überlegen, ob man intern vielleicht eine Person für die Rufbereitschaft und das Auslagern beauftragt. D. h., die Person, die zu Hause i. R. d. Rufbereitschaft das Telefonat entgegennimmt, in die Firma fährt, dort im System alles erledigt, die Ware auslagert und dem Fahrer die Ware übergibt, der diese dann ausliefert.

Die Personen zwecks Auslagerung/Auslieferung werden mit km-Pauschalen für die gefahrenen km bzgl. Auslagerung und Auslieferung vergütet.

Was ist eine faire Vergütung für den eigenen MA für diese Zeiten der Rufbereitschaft, wenn er "nur" telefonisch erreichbar ist und von zu Hause aus systemseitig alles erledigt oder wenn er zusätzlich in die Firma fährt, um systemseitig alles zu erledigen und um die Ware auszulagern?

Was würde eine Person kosten, die entweder auslagert und ausliefert oder "nur" ausliefert? Pro gefahrenen km, pro Stunde Arbeitszeit?

Was würde ein komplettes Outsourcing kosten?

Habt ihr solche oder ähnliche Fälle bei euch oder bekannten Unternehmen? Was zahlt ihr oder die bekannten Unternehmen für solche Rufbereitschaften ...?

Schöne Grüße

DU

Edit: Wenn man die Rufbereitschaft an einen eigenen MA vergibt, der dann außerhalb seiner normalen Arbeitszeiten Rufbereitschaft hat und dann in die Firma für das Systemseitige und das Auslagern muss, werden die 11 Stunden Ruhezeit zuwischen Arbeitsende und -beginn regelmäßig unterbrochen/-schritten, was ja gegen das Gesetz verstößt.
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Cargoblog #2 Link


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Dabei seit: Mar 01, 2011
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BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 19:16

Aus wessen Sicht betrachtest Du das ganze denn? Seid ihr Logistikdienstleister, Kurierdienst, Industrieunternehmen? Um welche Produkte geht es? Ein wenig mehr Hintergrundwissen wäre schon schön.
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DerUnbeugsame #3 Link


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Dabei seit: Feb 15, 2013
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BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 19:24

Aus der Sicht des Arbeitgebers, eines Logistikdienstleisters.

Bei den Waren handelt es sich für einen Kunden gelagerte Waren (Werkzeuge), die in Reparaturfällen schnell benötigt werden.
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Cargoblog #4 Link


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Dabei seit: Mar 01, 2011
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BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 20:04

Das ist so eine Sache mit dem Outsourcing. Wenn man es genau betrachtet hat ja bereits euer Kunde an euch outsourced. Ein Kriterium dafür war sicher auch die Einsparung von Personalkosten, da die Tarfigehälter in seiner Branche sicher deutlich höher liegen. Wie auch immer.
Sind denn die Notruf-Erreichbarkeit und Tätigkeiten um die es geht bereits vertraglich vereinbart mit eurem Kunden?
Wenn ja wie wie werden sie vertraglich entlohnt? Stundenpauschale?
So wie Du es beschreibst setzen die Tätigkeiten um die es geht schon einen tieferen Einblick in eure internen betrieblichen Abläufe und Kenntnisse eurer IT voraus. Daher sehe ich Outsourcing eher skeptisch. Die Frage nach dem Lohnniveau auf welches Du outsourcen möchtest ist auch nich uninteressant, da gerade Werkzeuge gerne mal verdunsten.
Arbeitet Ihr jetzt in einer Art Schichtsystem? Schwer etwas zu empfeheln wenn man nicht die genauen betrieblichen Hintergründe kennt.
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DerUnbeugsame #5 Link


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Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 20:09

Es wird im Schichtsystem gearbeitet.

Der Kunde hat ja nur die Waren zwischengelagert.

Alles Weitere ist nicht die Sache des Kunden.

Das Systemseitige und besonders das Auslagern und Ausliefern ist keine große Wissenschaft.
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finot #6 Link


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Dabei seit: Sep 03, 2016
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 22 Dez 2016 - 21:54

Das ganze ist ein schwieriges Thema....ich habe in meiner alten Firma mal etwas ähnliches gemacht/machen müssen. Es war nicht das Problem wenn man bspw. wusste das am Sa. oder So. um die und die Zeit etwas passieren muss. Man konnte entsprechend sein Weekend planen. Bezahlt wurde eine Pauschale pro Fall.

Wenn es um eine generelle Rufbereitschaft mit Antreten im Büro, Lager etc. geht würde ich als AN mir das auf alle Fälle als komplette AZ (mit entsprechenden Zuschlägen) anrechnen und bezahlen lassen. Da liegt bei vielen das Problem, welcher AN garantiert ständige Rufbereitschaft und möchte nur im Ernstfall dafür bezahlt werden?! Dies wird bei Angeboten an Kunden oft nicht berücksichtigt!

Ich habe bspw. abgelehnt als es um generelle Rufbereitschaft ging, die Bezahlung aber nur beim wirklichen Einsatz kommt.

Also ggfs. müsst ihr Leute einstellen die diese Zeit abdecken um diesen 24/7 Service anbieten zu können. Was euch das kostet weißt nur Du allein. Ob es sich rechnet, kommt drauf an was Ihr vereinbart habt.
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