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Gebühren im Hafen Hamburg


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Meinrad #1 Link


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2017 - 10:21

Hallo zusammen, liebe Profis helft mal einem Amateur auf die Sprünge bitte!

Ich habe Ware aus Indien in Hamburg liegen ca 5,5 t und 16 cbm
Kann mir mal jemand sagen ob die hier angebotenen Preise realistisch sind?
Mir erscheint dies alles etwas hoch, zumal ich hier mit den benutzten Abkürzungen nicht viel anfangen kann!


Hafenkosten (Fixkosten):
- LCL Service-Charges € 248,99
- Kaigebühren € 269,91
- Delivery Order Fee € 65,00
- GSC(EUR 4,50 w/m MINIMUM EUR 4,50) € 74,70
- Anti-Terror-Compliance fee € 3,45
- Verwahrerwechsel € 8,65
- ERS (EUR 13,50 w/m MINIMUM 13,50) € 224,09
- IISF € 663,96
- Lagergeld nach den 4. entld. Tag, 3,80 € pro Tag/Ton, Minimum € 55,32
Zollabfertigung:
- Verzollung in Hamburg (exkl. Zoll & EUST) €125,00
- weitere Zollpositionen € 12,50
- Zollbeschau (eventuell) €125,00
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Chev #2 Link


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2017 - 11:41

Ist dieses unter dem Incoterm CFR / CIF Hamburg gelaufen?

Falls ja, dann hat dich dein Lieferant in Zusammenarbeit mit seinem Spediteur reingelegt. Denn die meisten Charges und deren Höhe ist erfunden, woran sich die beiden nun "bereichern". Zahlst du nicht, bekommst du die Ware nicht.

Das Prozedere ist vielfach auch aus China bekannt - ebenfalls bei Importen über C-Klauseln. Scheinbar schwappt das jetzt auch auf weitere asiatische Länder über.

Darum sollte man hier besser auf F-Klauseln umsatteln. Die Kostenkontrolle liegt dann zumindest mehr in eigener Hand.
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Meinrad #3 Link


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2017 - 12:37

Unter Transport steh C&F wird wohl CFR gemeint sein. Die Fa. die diese Preise hier aufruft ist aber eine deutsche Fa..
Wir bei uns jetzt auch schon so gearbeitet...?
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Chev #4 Link


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2017 - 17:00

Das ist nur der Empfangsspediteur auf deutscher Seite, welcher im Auftrag des asiatischen Verschiffungsspediteurs die inländische Abwicklung nach Ankunft der Ware übernimmt. Ihn trifft keine Schuld - er gibt die auf asiatischer Seite "zusammengewürfelten" Charges/Kosten nur 1:1 weiter. Er hat keinen Anteil an der Bereicherung.

Hier im Forum wurde das Thema schon öfter "durchgekaut".
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Meinrad #5 Link


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BeitragVerfasst am: 15 Apr 2017 - 14:30

Könnte mir mal jemand für di o. a. Positionen die üblicherweise anfallenden Kosten nennen, die würde ich gerne meinem indischen Lieferanten vorhalten.
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betterorange #6 Link


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Ort: Düsseldorf
BeitragVerfasst am: 18 Apr 2017 - 09:25

- GSC(EUR 4,50 w/m MINIMUM EUR 4,50) € 74,70
- ERS (EUR 13,50 w/m MINIMUM 13,50) € 224,09
- IISF € 663,96

Diese Kosten soll doch einfach der indische Versender übernehmen....


Sollten Bestandteil der Seefracht sein.
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Chev #7 Link


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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2017 - 20:13

Habe mal grob überschlagen und komme bei den oben genannten Kosten auf annähernd 2.000 EUR.
Das ist so gesehen eine Katastrophe, da sich die Kosten lediglich auf den Hamburger Hafen beziehen.

Selbst wenn das ein All-In-Preis ab Indien gewesen wäre (also eine DAP-Lieferung) zu eurem Standort im Inland inkl. Nachlauf, würde man die 2.000 EUR wahrscheinlich nicht erreichen.

Aber zurück zum Thema.
Ein seriöser Spediteur hätte hier folgende Dienstleistungspositionen abgerechnet:

- LCL Service Charges
- Kaigebühren
- ggf. Anti-Terror Charge & ATB-Charge (wenn diese in den Kaigebühren nicht schon enthalten sind)

Das war es schon. Weitere Gebühren wie "Verzollung" oder "T1-Erstellung" entstehen nur bei entsprechender Beauftragung durch den Importeur. Alle anderen oben genannten Gebühren (& deren Höhe) sind mehr oder weniger erfunden.

Aus meiner Sicht sollten die Hafenkosten irgendwo bei 400 EUR liegen, welche in Anbetracht der 16cbm/5,5 t als relativ große LCL-Sendung sicherlich noch gerechtfertigt sind.
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edinelle #8 Link


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Dabei seit: Jun 21, 2017
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BeitragVerfasst am: 21 Jun 2017 - 14:38

Hallo liebe Forum Mitglieder,

ich habe ebenso eine Frage zum gleichen Thema und wollte jetzt nicht nochmal das gleiche Thema starten und füge meins einfach hinzu.

Ich erwarte ein Conatainer aus China 20" in Hamburg.
Ich habe eine Rechnung für die Abfertigung des Imports bekommen und bin erstaunt was für verschieden Gebühren hier verlangt werden.
Ist das hier realistisch?

Umschlagskosten Hamburger Hfen: 490€
Hafengebühren: 313€

Nach einem Telefonat mit der Reederei wurden mir aber nur 283€ als Gebühren genannt.

Bitte heelft mir weiter bevor ich ich viel lehrgeld zaheln muss.
Habe das Gefühl vom Spediteur abgezockt zu werden.

Über 2000euro für eine abwicklung von hamburg bis berlin....teurer als die gesamte ware im container :(((
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cobra9.0 #9 Link


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Dabei seit: Mar 19, 2012
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 07:01

Darf man wetten? Sie haben CFR Hamburg gekauft oder FOB Exporthafen, die Abwicklung aber Ihrem Vertragspartner in Übersee überlassen? Dann haben Sie das Lehrgeld schon bezahlt!
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edinelle #10 Link


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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 07:08

Ja, es ist eine CFR Sendung. Welchen Incoterm hätten sie mir geraten?

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit die Ware in Zukunft selbst zu verzollen und abzuholen? Meine Reederei sagte mir dass die waren 3 Tage kostenlos gelagert werden.
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edinelle #11 Link


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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 07:10

Übrigens wird die Abwicklung ab Hamburger Hafen von mir übernommen bzw. Spediteur.
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cobra9.0 #12 Link


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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 07:35

Hallo,

ich persönlich tendiere zu FCA. Hängt aber vom Einzelfall ab. Auf jeden Fall hätte ich mir vorab von einem deutschen (!) Spediteur ein schriftliches Angebot eingeholt, dass den Seetransport mit abdeckt. Dann bin ich schon mal auf der sicheren Seite, dass ich nicht vom überseeischen Verkäufer und seinem Spediteur über den Tisch gezogen werde, so wie es Ihnen jetzt widerfahren ist. Wenn Sie dann dem deutschen Spediteur auf der Grundlage des Angebots einen Auftrag geben, sollten Sie im Regelfall vor unliebsamen Überraschungen geschützt sein.

Hinsichtlich der Möglichkeit alles selbst zu machen, ist es wie immer im Leben. Wenn man weiß, was man tut, ist das kein Problem. Ansonsten würden Sie sich keinen keinen Gefallen damit tun. Geht mir bei handwerklichen Tätigen in den eigenen vier Wänden genauso.

Gruß
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edinelle #13 Link


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Dabei seit: Jun 21, 2017
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Ort: Berlin
BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 08:11

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Bei mir handelt es sich um nur 2 grosse Sachen in einem Container.
Also das nächste mal cif mit den Chinesen abmachen.

Ich dachte immer es wäre günstiger wenn die Abwicklung des Transports bis hafen Hamburg von den Chinesen erledigt wird.
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cobra9.0 #14 Link


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Dabei seit: Mar 19, 2012
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BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 08:46

CIF? Das ist doch genauso wie CFR, bloß plus Versicherung. Das würde gar nichts ändern.
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edinelle #15 Link


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Dabei seit: Jun 21, 2017
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Ort: Berlin
BeitragVerfasst am: 22 Jun 2017 - 09:00

Sorry ich meinte natürlich FCA. Bin jetz ein wenig verwirrt mit den ganzen Abkürzungen :)
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