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EXW / FCA-Sendungen ins Drittland. MWSt berechnen?

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Törti #1 Link


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Dabei seit: Okt 18, 2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2017 - 08:31

Moin zusammen,

folgende Frage.
Mein Kunde im Drittland wird von uns immer FCA Warehouse beliefert.
Der widerum lässt seinen Drittlandskunden (bzw deren Spedi) bei uns die Ware abholen.

Wir wissen das die Ware ins Ausland geht, bekommen auch einen Ausfuhrvermerk (normalerweise)

Trotzdem sagt die Steuerabteilung das solche Sendungen mit MWSt abgerechnet werden MÜSSEN !

Ist das korrekt?
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Chev #2 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2009
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2017 - 23:10

Zitieren::

bekommen auch einen Ausfuhrvermerk

Du meinst den "Ausgangsvermerk".

Wenn das der Fall ist, dann seid ihr steuertechnisch sauber, weswegen die Rechnung dann auch steuerfrei ausgewiesen sein muss/darf. Der Drittlandbezug ist ja durch den drittländischen Warenempfänger (welcher sicherlich auf der RG erscheint) und die notwendige Ausfuhranmeldung gegeben.

Ob die Ware nun EXW oder FCA Lager, FCA "Berlin", CPT "Timbuktu" oder auch DAP "Ouagadougou" geliefert wird, spielt, dabei keine Rolle.
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Arnd #3 Link


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Dabei seit: Jun 22, 2011
Beiträge: 168
Ort: Bremen
BeitragVerfasst am: 02 Mai 2017 - 07:55

Ich wäre vorsichtig:
Es gibt bei Dreiecks- und Reihengeschäften so lustige Grundsätze wie "nur eine der Lieferungen kann steuerfrei sein" und "welche ist die bewegte Lieferung?".
Unter bestimmten Konstellationen kann Törtis Steuerabteilung durchaus richtig liegen. Da ist der pragmatische Ansatz "die Ware geht ins Ausland" nicht immer steuerlich richtig.

Das sollte ein Steuerprofi prüfen.
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HunkyDory #4 Link


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Dabei seit: Feb 27, 2012
Beiträge: 196
Ort: Der schöne Niederrhein
BeitragVerfasst am: 02 Mai 2017 - 11:37

Erzi4 hat's hier schön zusamengefasst:

cargoforum.de/Forums/v...11379.html
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Chev #5 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2009
Beiträge: 539

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2017 - 18:49

Das würde ich hier (ausnahmsweise) mal nicht verkomplizieren.

Denn:

Zitieren::

Mein Kunde im Drittland wird von uns immer FCA Warehouse beliefert.

und:

Zitieren::

Der widerum lässt seinen Drittlandskunden (bzw deren Spedi) bei uns die Ware abholen

...bedeutet im Umkehrschluss, dass weder Auftraggeber noch Warenempfänger in der EU ansässig sind, welches dazu führt, dass die Lieferung durch den deutschen Exporteur als steuerfreie Ausfuhr gilt und nicht nach der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie hinsichtlich Reihen- oder Dreiecksgeschäften und "bewegten" oder "nicht bewegten" Lieferkriterien betrachtet werden muss.

Ob der Auftraggeber an seinen Warenempfänger mit oder ohne Steuer berechnen kann/soll/darf/muss, steht auf einem anderen Blatt Papier und war auch nicht Teil der oben wiederzufindenden Fragestellung.

Greetz
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