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Rechnung für Zollzwecke

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Tweety1977 1


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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2018 - 07:50

Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage an alle Leute die vielleicht auch Projektgeschäft haben:

Wir schicken Anlagen ins Ausland für die bei Versand meistens keine Rechnung erstellt wird. Die Rechnungsstellung erfolgt erst dann, wenn z.B. die Abnahme erfolgt ist.

Daraus ergibt sich dann natürlich das Problem, dass es auch keine Rechnung für die Zollabwicklung gibt. Deshalb wurde in der Vergangenheit wohl eine Proformarechnung über den Warenwert ausgestellt und damit die Verzollung abgewickelt.

Nach meinem Kenntnisstand darf die Bezeichnung "Proformarechnung" aber nur für Vorgaänge wie z.B kostenlose Mustersendungen, kostenlosen Ersatzteilsendungen etc. ausgestellt werden. Also im Prinzip für alle Vorgänge, die keine weiter Berechnung nach sich ziehen.

Deshalb würde mich mal interessieren wie solche Fälle richtig abgewickelt werden.

Danke im Voraus und

viele Grüße


Tweety
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Chev 2


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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2018 - 10:27

Letztendlich gibt es da keine Vorschriften, wie ihr eure Rechnung benennt und ob diese kostenlos oder nicht kostenlos ist.
In der Tat wird häufig bei kostenlosen Sendungen die Überschrift "Proforma-Rechnung" verwendet. Aber auch bei nicht-kostenlosen Sendungen habe ich das schon gesehen, wenn eben noch keine finale Endrechnung erstellt werden kann.

Es kommt eher auf die jeweiligen länderspezifischen Besonderheiten. Manche Länder akzeptieren beim Import grundsätzlich keine "Proforma-Rechnungen". Mit "Commercial Invoice" oder nur "Invoice" als Bezeichnung kommt man aber ganz gut durch. Wichtiger ist, dass z. B. der Warenwert korrekt ausgewiesen ist.
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Tweety1977 3


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BeitragVerfasst am: 11 Apr 2018 - 11:52

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde unsere Rechnungen dann "Commercial invoice" nennen, dann sollten wir ja auf jeden Falll auf der sicheren Seite sein.
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Robin 4


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Dabei seit: Mar 18, 2015
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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2018 - 06:21

Wieso erstellt Ihr die Rechnung erst bei Warenabnahme? Diese kann doch bereits vorher erstellt werden?
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Tweety1977 5


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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2018 - 07:15

@ Robin:

Ja, so kenne ich das eigentlich auch. Und das man dann einfach ein entsprechendes Zahlungsziel angibt (z.B. nach Abnahme). Aber hier ist alles etwas "anders" :-).
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Robin 6


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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2018 - 07:59

Okay, kenne ich nur zugut ;)

Nur so wäre es halt wesentlich einfacher natürlich :)
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Tweety1977 7


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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2018 - 08:04

Einfach kann ja jeder :-).
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Chev 8


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BeitragVerfasst am: 12 Apr 2018 - 08:52

Es gibt durchaus Unterschiede im Zeitpunkt der korrekten finalen Rechnungsstellung je nach Incoterm.

Zwischen EXW und DDP (ggf. mit Installation/Inbetriebnahme) rückt dieser Zeitpunkt, je nachdem wann die Lieferpflicht erfüllt ist, immer weiter nach hinten.

Darum ist die hier angesprochene Problematik berechtigt.
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Tweety1977 9


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2018 - 11:36

Jetzt hat sich gerade für mich noch eine andere Frage ergeben:

Wenn ich jetzt die Rechnung erstelle, wird diese nur über die gelieferten Waren lauten weil diese ja auch zur Verzollung anstehen. Die finale Rechnung wird aber auch noch Kosten für Installation und einen Systemtest enthalten. Sprich der Betrag den der Kunde am Ende zahlt ist natürlich höher.

Ist das so korrekt? Mich hat jetzt eine IHK Seite irritiert auf der steht, dass auf der Exportrechnung auch Leistungen abgerechnet werden.

Ich stelle fest je mehr ich versuche mich in das Thema einzulesen, dass ich nur immer verwirrter werde. Kennt vielleicht jemand einen guten link wo mehrere Exportbeispiele und deren korrekte Abwicklung erklärt werden? Mit unserer lokalen IHK bin ich schon im regen Kontakt aber ich will sie jetzt auch nicht ständig nerven und mir stellen sich wie gesagt immer wieder neue Fragen je tiefer ich in die Materie eintauche. Vielleicht liegt es auch an mir und ich mache aus mangelndem Wissen alles komplizierter als es tatsächlich ist?

Danke im Voraus,


Tweety
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Robin 10


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2018 - 13:08

Also ich bin auch kein Experte, daher meine Frage wieso erstellt Ihr nicht zwei Rechnungen, eine rein für die Verzollung/Verschiffung der Güter und eine nur für den Kunden mit allen Leistungen was er bezahlen muss?

Aber mehr will ich auch nicht sagen um dich und mich nicht komplett zu verwirren.

Gruß und schönes Wochenende
Robin
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Tweety1977 11


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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2018 - 15:04

@ Robin: So machen wir das jetzt auch.

Vielen Dank für die Tipps und ein schönes Wochenende.
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HunkyDory 12


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Ort: Der schöne Niederrhein
BeitragVerfasst am: 13 Apr 2018 - 17:10

Naja, auf jemandem zu hören, der selbst von sich sagt, dass er kein Experte ist, halte ich nicht für eine so gute Idee.
Da würde ich mich persönlich eher auf die Internetseite der IHK verlassen.

Im internationalen Warenverkehr dient eine Rechnung u.a. der Berechung des Zollwerts im Importland. Wie diese Rechnung nun heißt, ist in der Regel schnurzpiepegal.

Im Importland werden auf diesen Zollwert Eingangsabgaben erhoben.

Der Zollwert wird in den meisten Ländern nach der sog. Transaktionswertmethode ermittelt. Das ist der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis, also in Regel der Rechnungspreis. Wenn ihr den Rechnungspreis zu niedgrig ansetzt, dann unterstützt ihr den Importeur dabei Eingangsabgaben zu hinterziehen. Schon mal was von Compliance gehört?

Merke dir, ich bin auch kein Experte. Deine IHK hilft dir gerne, egal wie oft du sie nervst. Ihr zahlt schließlich einen IHK-Mitgliedsbeitag.
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DidiH 13


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Dabei seit: Aug 02, 2016
Beiträge: 16
Ort: Dingolfing
BeitragVerfasst am: 25 Apr 2018 - 09:37

Hallo,

bin jetzt schon spät dran, aber ich habe gerade erst die Beiträge gelesen.

Die ganze Abwicklung in der benannten Form birgt Risiken.

a) Die Ermittlung des Zollwerts der auf der Commercial Invoice angegeben wird (der Zollwert ist der Wert der für alle Kosten die für die Produktion und den Transport entstehen inkl. z.B. Fertigungszeichnungen für die Produktion der Ware)
b) Wie werden die anderen Kosten (die nicht im Zollwert enthalten sind), also z.B. Installationskosten im Drittland belegt und abgerechnet.

Zu a) habe ich die Antwort schon dazugeschrieben, also das sind alle Kosten für die Produktion und den Transport, d.h. alle Kosten die entstehen damit das Produkt ausgeliefert werden kann

Zu b) Hier würde sich ein Vertrag mit versch. Positionen anbieten, z.B. eine Position die den Zollwert enthält und eine 2te Position die alle anderen Kosten enthällt. So hat auch der Kunde von Haus aus die Info welche Beträge er verzollen muß. Außerdem hast Du dann den Vorteil bei einer Steuerprüfung das die Beträge bereits geteilt sind in „Zollwerte und Dienstleistungswerte“

Gruß
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