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Import Demilitarisiertes Militärfahrzeug Kriegswaffenkontrollgesetz

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betterorange #1 Link


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Dabei seit: Apr 02, 2007
Beiträge: 1201
Ort: Düsseldorf
BeitragVerfasst am: 23 Jul 2014 - 10:38

Hallo, zusammen.

Wir sollen ein demilitarisiertes Fahrzeug in Hamburg abfertigen und dann per Tieflader innerhalb Deutschlands zustellen.

Das Fahrzeug war bis dato im Kampfmittelräiumdienst bei einem Natopartner eingesetzt.

Nun bleint nur noch die Panzerung am Fahrzeug übrig.

Ist es deshalb immer noch für die Einfuhr bzw. den Inlandstransport an einen zivilen Empfänger genehmigungsbedürftig?

Ich meine nicht die Transportgenehmigungen.

Trifft da noch das Kriegswaffenkontrollgesetz zu?

Wer kann mir da helfen, Antworten zu finden?

Danke,

BO
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Log2002 #2 Link


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Dabei seit: Okt 02, 2007
Beiträge: 239

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2014 - 11:16

Die eigentliche, beschusshemmende Panzerung ist also noch vorhanden?

Ich meine, damit ist das Fakrzeug dann noch nicht vollständig "demilitarisiert". Soweit ich weiss, müssen auch die Panzerplatten in einem gewissen Rahmen "geschwächt" werde, um den Status der Militärwaffe zu verlieren. Ich kann mal kucken ob ich die Seite noch finde wo ich das gelesen hatte. Aber das ist schon ewig her.....
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Dabei seit: Okt 02, 2007
Beiträge: 239

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2014 - 13:39

Ich habe das betreffende Dokument gefunden:

www.ausfuhrkontrolle.i...kg_24f.pdf

Seite 4 unter Punkt 2.2.3:
Zitieren::

2.2.3 Panzerung
Die Panzerung ist durch geeignete Maßnahmen so zu reduzieren, daß die Insassen durch die Panzerung nicht mehr oder nur völlig unzureichend geschützt sind, d.h. beim

a) Turm
- Aus der Turmpanzerung sind je Seite zwei Stücke von ca. 50 x 50 cm herauszutrennen.

b) Fahrgestell
- Aus der oberen und unteren Bugplatte ist je ein Stück von ca. 50 x 60 cm
und aus den Seitenwänden sind je Seite vier Stücke von ca. 30 x 40 cm herauszuschneiden.
- Die gepanzerten Blenden vor dem Fahrer- und Beifahrersitz sind zu entfernen.
- Alle Türen sind jeweils durch Einschnitte aus der Panzerung in der Größe
von mindestens 30 x 50 cm bzw. 40 x 40 cm zu schwächen.

Alle Ausschnitte können durch handelsübliche Bleche bzw. Attrappen mit einer
Stärke von bis zu 3 mm ersetzt werden.

Nach Ausführung der Demilitarisierungsmaßnahmen muß ausgeschlossen sein, daß durch Zusammenbau von Einzelteilen aus verschiedenen Geräten desselben Gerätetyps wieder ein funktionsfähiges Gerät geschaffen werden kann.

Wenn der Panzer entsprechend den Vorgaben demilitarisiert ist, dann verliert er damit seine Eigenschaft als Kriegsgerät. Somit transportierst du am Ende nur einen riesigen Stahlklotz, durch die Lande. Dafür brauchst du dann natürlich keine KWKG-Genehmigung.
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