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Haftung Frachtführer bei Montagearbeiten

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Bevaule #1 Link


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Dabei seit: Nov 23, 2014
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2016 - 13:13

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage.
Nach welcher Rechtsgrundlage haftet der Frachtführer wenn er für einen Automobilhersteller Montagearbeiten übernimmt und es dabei zu einem Schaden kommt?
Antwortmöglichkeiten: a) HGB , b) BGB , c) CMR

Ich denke mal es müsste BGB sein, da es ja eine für ihn untypische Aufgabe ist und somit HGB und CMR nicht zur Anwendung kommen würde.

Weiß hier jemand evtl. genauer Bescheid?

Vielen Dank im Voraus.
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MagNet-99 #2 Link


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Dabei seit: Jun 16, 2006
Beiträge: 2602
Ort: In the middle of nowhere
BeitragVerfasst am: 29 Dez 2016 - 13:46

Hallo Bevaule,

ist das die gesamte Fragestellung ? Hat so ein bisschen was von Quizduell ;-)

Der Frachtführer führt den Transport durch, das dann nach HGB §407 ff und im internationalen Straßengüterverkehr zwischen den Vertragsstaaten auch gerne nach CMR.

Für die Montagelesitung braucht es mE einen Kaufvertrag mit vereinbarten Montageleistungen oder einen Werkvertrag nach §631 BGB. Das ist abzugrenzen.

Der Frachtführer in der Aufgabenstellung hört sich für mich nach einer Falle an ;-)

Gruss
MagNet-99
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Sticks #3 Link


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Dabei seit: Feb 04, 2015
Beiträge: 14
Ort: NRW
BeitragVerfasst am: 05 Jan 2017 - 12:57

Zitieren::
Ich denke mal es müsste BGB sein (...)

BGB als Rechtsgrundlage stimmt immer. ;-) Die Haftung aus Deliktsrecht (aus konkurrierendem Recht) kann nicht abbedungen werden, wenngleich eine Anspruchserhebung wegen der Haftung aus Vertrag in aller Regel deutlich attraktiver erscheint.

Ansonsten läßt sich die Frage kaum vernünftig beantworten, denn der dargestellte Sachverhalt gibt nichts Hinreichendes her.

Davon abgesehen: besteht der "Montagevertrag" z.B. aus einer Hebeleistung (was dem Sachverhalt aber gerade nicht zu entnehmen ist), kann nationales wie internationales Frachtrecht (HGB/CMR) zur Anwendung gelangen, weil der Kranvertrag zumindest in der Theorie als eine Sonderform des Frachtvertrages zu werten ist. In der Praxis sind diese Hebeverträge aber meist als kombinierte Miet-/Dienstverschaffungsverträge angelegt.

Ich stimme MagNet-99 zu. Entweder ist die Frage superintelligent oder selten dämlich ...
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