Cargoforum Forum für Transport, Logistik, Spedition, Zoll und Außenhandel



Zollsätze Ukraine


Das Forum Außenhandel und Zoll behandelt alle Fragen und Themen, die keinem anderen Forum in der Kategorie Außenhandel & Zoll zuzuordnen sind. Bitte prüfe sorgfältig, ob dein Thema in dieses Forum passt und keinem anderen in dieser Kategorie zuzuordnen ist.
Neues Thema eröffnen    Neue Antwort erstellen

tarantino15 #1 Link


Offline Offline
Dabei seit: Mai 09, 2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2017 - 16:25

Hallo zusammen,

gibt es eine Datenbank ähnlich der EZT ( auskunft.ezt-online.de...1469640032 )
für die Einfuhr in die Ukraine?

Es besteht ja ein bilaterales Präferenzabkommen. Müssten dann die Zollsätze für jede Ware nicht gleich sein?
Z.b.

Ware A
WTN 123456
Zollpräferenz 0%, also fallen bei der Einfuhr in die EU keine Zölle an.

Für die Einfuhr in die Ukraine dürften dann doch auch keine Zölle für das selbe Produkt anfallen.
Oder irre ich mich da?

Ich bin dankbar für jede Hilfe :-)

Lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
Arnd #2 Link


Offline Offline
Dabei seit: Jun 22, 2011
Beiträge: 165
Ort: Bremen
BeitragVerfasst am: 01 Jun 2017 - 07:32

Im Prinzip müsste das alles genau so sein.

Die aktuellen Einfuhrzollsätze der Ukraine findest du in der Market Access Database

Die vereinbarten Zollabbaustufen stehen im Abkommen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
tarantino15 #3 Link


Offline Offline
Dabei seit: Mai 09, 2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2017 - 19:43

Vielen Dank für die Antwort.
Bin mal einige ZTN durchgegangen. Die Präferenz ist bilateral.

Ich habe allerdings noch eine weitere Frage.
Wenn man nun in der Ukraine produzieren lässt und man eigene Komponenten, z.B. Stoffe dafür verwenden möchte und diese zur Verarbeitung in die Ukraine schickt, wie stellt man das am cleversten an?

Da weder bei der Einfuhr noch bei der Ausfuhr Zölle anfallen, wäre es doch am sinnvollsten, wenn man die eigenen Komponenten an den Produzenten verkauft und die Fertigprodukte dann selbst wieder bei ihm einkauft. Passive Veredelung fällt weg, da ja keine Zölle entstehen.

Oder gibt es bessere Wege?

Lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
Arnd #4 Link


Offline Offline
Dabei seit: Jun 22, 2011
Beiträge: 165
Ort: Bremen
BeitragVerfasst am: 07 Jun 2017 - 08:55

Genau, wenn die Zollsätze hüben wie drüben null sind, ist es m. M. wesentlich einfacher die Präferenz zu überwachen als eine PV/AB abzuwickeln.

Dazu müssen die beigestellten Komponenten auch nicht verkauft werden. Eine gratis Beistellung (Lieferung mit Proforma-Rechnung) ist durchaus auch legitim. Wobei Transaktionen mit Berechnung systemseitig oft einfacher abgebildet werden können als händische Dokumente.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
waldorf #5 Link


Offline Offline
Dabei seit: Jul 23, 2007
Beiträge: 1182

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2017 - 10:12

Ablauf nicht nur aus deutscher Sicht betrachten, sondern unbedingt mit dem dortigen Lieferanten und dem ukrainischen Zoll abstimmen. Letzterer ist bei solchen Lohnbearbeitungen extrem bürokratisch.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
tarantino15 #6 Link


Offline Offline
Dabei seit: Mai 09, 2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2017 - 06:03

Vielen Dank für die Nachrichten.
Die passive Veredelung fällt für uns ja gänzlich weg,
da die Produkte mit 0% präferenziert werfen.

Der deutsche Zoll würde dies aus diesem Grund auch nicht genehmigen.

Bleibt dann ja nur die vollständige Einfuhr nach UA mit Zollpräferenz und
Die erneute zollpräferenzierte Wiedereinfuhr nach DE.

Lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
waldorf #7 Link


Offline Offline
Dabei seit: Jul 23, 2007
Beiträge: 1182

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2017 - 08:16

tarantino15 wrote:

Der deutsche Zoll würde dies aus diesem Grund auch nicht genehmigen.


Das stimmt so nicht. Die Nutzung einer Präferenz schließt die PV nicht aus. Es könnte z.B. sein, dass sich die Präferenz nachträglich als falsch herausstellt (wg. formeller Fehler, Nichteinhaltung der Ursprungsregeln etc.). Dann würde Drittlandszoll nacherhoben - und zwar auf den gesamten Warenwert incl. EU-Beistellungen.
Man kann deshalb parallel zur Präferenz eine PV laufen lassen, um in einem solchen Fall noch den Vorteil der PV mitnehmen zu können. Diese Risikominimerung ist halt mit etwas mehr Aufwand verbunden.
Nach meinem Kennnisstand wird dies auch bewilligt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
tarantino15 #8 Link


Offline Offline
Dabei seit: Mai 09, 2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2017 - 16:38

Vielen Dank für die Nachricht.
Genau dies wurde mir jedoch von meinem zuständigen HZA kommuniziert.
Sobald eine 0%-ige Präferenz vorliegt, würde keine PV genehmigt.

Kann natürlich auch vom HZA einfach eine falsche Info sein, aber machen kann ich da wohl nichts.

Lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
waldorf #9 Link


Offline Offline
Dabei seit: Jul 23, 2007
Beiträge: 1182

BeitragVerfasst am: 09 Jun 2017 - 08:24

tarantino15 wrote:
...., aber machen kann ich da wohl nichts.


Warum nicht ? Wenn du wirklich eine PV zur Absicherung für notwendig erachtest, würde ich mich nicht so schnell mit einer unbegründeten Aussage abspeisen lassen. Entweder kannst du im Vorfeld um eine Begründung bitten oder einen Bewilligungsantrag stellen. Dann muss das HZA entscheiden und du könntest dann bei Ablehnung dagegen vorgehen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen
Neues Thema eröffnen    Neue Antwort erstellen
Seite 1 von 1




Gehe zu:  




Deutschlands führendes Transport & Logistik Forum. Alles Wichtige zu Themen wie Spedition, Speditionsforum, Logistik, Logistikforum, Transport, Ausbildung, Studium, Karriere, Weiterbildung, Binnenschifffahrt, Existenzgründung, Transportforum, Luftfracht, Bahnfracht, Bahncargo, Seefracht, Schifffahrt, LKW, Güterkraftverkehr, Maut, Ladungssicherung, Gefahrgut, Charter, Eisenbahn, KEP, Kurier, Express, Paket, Multimodal, kombinierte Verkehre, Transportrecht, Transportversicherung, Zoll, Zollforum, RFID, Lagerlogistik, Warehouselogistik, AWB, Luftfrachtbrief, Container, Frachtflugzeug, Güterzug, Spediteure, Verlader, Fracht, Frachtforum, Transporte
© eine Onlinepublikation der VOCA media carsten vollenbroich