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Schnittstellen und Prozesse am Empfangsflughafen bei Incoterm CPT/CIP


Aktuelle Situation der Luftfrachtraten, aktuelle Surcharges, Verladbarkeiten von Luftfrachten, Luftfracht Verpackung, Ladungssicherung Luftfracht, IATA TACT Rules, IATA TACT Rates, Temperatursensitive Güter per Luftfracht, Tiertransporte Luftfracht, etc.
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Chev #1 Link


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Dabei seit: Apr 10, 2009
Beiträge: 494

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2017 - 15:11

Hi Zusammen,

hier mal wieder etwas zum Prozessablauf im Bereich Luftfracht. Es geht in 1. Linie um Luftfracht-Sammelsendungen per Incoterm CPT/CIP. Der Ablauf ist ja größtenteils so, dass ein durch mich ausgewählter Luftfrachtspediteur hier die Abwicklung übernimmt - sprich: Organisation des Vorlaufes zum Flughafen, Konsolidierung, Palettenbau, ggf. Röntgen, Organisation der Luftfracht/Buchung (Airport to Airport) und Übergabe der fertigen Flugzeugpaletten an die Airline.

Soweit so gut.

Die Frage, welche ich mir nun stelle ist: wie geht es am Empfangsflughafen weiter? Die Lieferverpflichtung ist ja bei C-Klauseln mit dem Eintreffen der Ware am Empfangsflughafen erfüllt. Wenn es sich aber um Luftfracht-Sammelsendungen handelt, muss es ja vor Ort jemanden geben, welcher das "Management" der Sendungen wieder übernimmt - so z. B.:
- Dekonsolidierung/Abbau der Flugzeugpaletten
- Verwahrung im Verwahrlager bis ein Zollverfahren eröffnet ist
- die Avisierung beim Empfänger/Notify

Dazu folgende Fragen:

1. Könnte es passieren, dass der Versandspediteur für diese Aufgaben/Teilprozesse jemanden anderes einsetzen wird als sich selbst? (wenn er z. B. keine eigene Niederlassung/kein Lager am Empfangsflughafen hat)

2. Wer käme dann hierfür noch in Frage? Die Airline selbst bzw. deren Handlingagent?

3. Wer wird dann im MAWB als "Empfänger" eingetragen? Das ist ja i. d. R. der Empfangsspediteur. Was aber, wenn es im Prinzip keinen gibt?

4. Wie geschieht die Kostenabrechnung der Local Charges (THC, ggf. Lagerkosten, Dekonsolidierung, Avisierung) an den Empfänger der Sendung?

Also vereinfacht gefragt: Wie ist die Aufgabenaufteilung und Verrechnung im o. g. Fall bei C-Klauseln, beginnend mit dem Eintreffen der Sendung am Empfangsflughafen bis zur letztendlichen Übergabe an den Nachlaufspediteur?

Danke euch vorab.
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Dabei seit: Jun 30, 2016
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2017 - 22:16

Chev wrote:
Hi Zusammen,

.......Soweit so gut.

Die Frage, welche ich mir nun stelle ist: wie geht es am Empfangsflughafen weiter? Die Lieferverpflichtung ist ja bei C-Klauseln mit dem Eintreffen der Ware am Empfangsflughafen erfüllt. Wenn es sich aber um Luftfracht-Sammelsendungen handelt, muss es ja vor Ort jemanden geben, welcher das "Management" der Sendungen wieder übernimmt - so z. B.:
- Dekonsolidierung/Abbau der Flugzeugpaletten
- Verwahrung im Verwahrlager bis ein Zollverfahren eröffnet ist
- die Avisierung beim Empfänger/Notify

Dazu folgende Fragen:

1. Könnte es passieren, dass der Versandspediteur für diese Aufgaben/Teilprozesse jemanden anderes einsetzen wird als sich selbst? (wenn er z. B. keine eigene Niederlassung/kein Lager am Empfangsflughafen hat)

2. Wer käme dann hierfür noch in Frage? Die Airline selbst bzw. deren Handlingagent?

3. Wer wird dann im MAWB als "Empfänger" eingetragen? Das ist ja i. d. R. der Empfangsspediteur. Was aber, wenn es im Prinzip keinen gibt?

4. Wie geschieht die Kostenabrechnung der Local Charges (THC, ggf. Lagerkosten, Dekonsolidierung, Avisierung) an den Empfänger der Sendung?

Also vereinfacht gefragt: Wie ist die Aufgabenaufteilung und Verrechnung im o. g. Fall bei C-Klauseln, beginnend mit dem Eintreffen der Sendung am Empfangsflughafen bis zur letztendlichen Übergabe an den Nachlaufspediteur?

Danke euch vorab.

1) Da wird der Korrespondenzspediteur eingetragen.

2) Nein, man sollte schon am Ort einen eigenen Vertreter haben.

3) Dann gibt es auch keinen Sammelverkehr, Ausnahme Back to Back AWB prepaid, aber das braucht ja der Kunde nicht
zu wissen, denn Kunden sind ja meistens etwas "unterbelichtet" in derartige Angelegenheiten.

4) Die "local charges" bis zum "deconsolidierung" werden "rückwärts" berechnet, die restliche Kosten "vorwärts", da
diese Kosten auch bei einen direkten Luftfrachtsendung anfallen würden.

In Prinzip ist die interne (zwischen den beteiligten Spediteure) Abrechnung einer Sammelsendung, sei es See- LKW- oder
Luftfracht eigentlich recht einfach_

minus: Netto LKW/See/Luftfrachtkosten
plus: verkaufte Raten, prepaid oder collect, nach vereinbarte Umrechnungskurs.
minus: Konsolidierungkosten Abgangsflughafen
minus: Dekonsolidierungskosten Empfangsort

Danach fallen eigentlich nur noch Lagergelder oder Abfertigungsgebühren an die üblicherweise "vorwärts" berechnet werden. Aber da gibt es durchaus "Spielraum", die Chinesen die regelmäßig in diesem Forum wegen ihre verquere Handhabung der C Klauseln auffallen, sind bei Leibe nicht die "Ersten" die so etwas eingefallen ist.

quack
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