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Änderung der Übermittlung der Transportäufträge an das KS

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Ajungilak #1 Link


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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2013 - 19:21

Hallo,

ab dem 1.1. des nächsten Jahres akzeptiert das KS (KundenService) der DB Schenker in Duisburg keine Transportauftragsübermittlung mehr mittels Fax (resp. evtl. doch, aber dann nur mit Zusatzkosten).

Dann soll die werte Kundschaft jeweils RSO (RailServiceOnline, also die Internetplatform) oder selbstverständlich EDI (ElectronicDataInterchange) nutzen.

Das sollte doch kein Problem sein, oder? Vielleicht fragen sich manche Leser jetzt auch "was ist ein Fax"? ;-)

VG
Ajungilak
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Privatbahner #2 Link


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BeitragVerfasst am: 02 Aug 2013 - 10:04

Der Hintergrund ist klar.
Faxe müssen umständlich manuell abgetippt werden.
Das kostet Zeit und Geld, bietet also Optimierungspotential.
Auch werden natürlich Fehlerquellen vermieden, wenn der Kunde seine Bestelldaten direkt in das System einspeist.
Läuft dann etwas falsch, kann man dies dem Kunden zur Verantwortung übergeben, der Dienstleister ist fein raus.
:D

Derartige Systeme führen die großen Privatbahnen in Deutschland natürlich seit langem. Mehr noch, aus dem System kann der Kunde jederzeit den Status seiner Ware abfragen (natürlich GPS- gestützt getrackt), seine Rechnungen einsehen, in den Dialog treten und vieles mehr.
Bei der DB wird dies natürlich auch kommen, aber allein die Sicherheitsanforderungen an das Großsystem sind dabei natürlich größer. Nicht auch zuletzt deswegen, weil viel unterschiedliche Software gebündelt werden muss.

Gruß
PB
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Ajungilak #3 Link


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Dabei seit: Jan 20, 2012
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BeitragVerfasst am: 02 Aug 2013 - 21:41

Das sehe ich nicht so, lieber Privatbahner.

quote
Derartige Systeme führen die großen Privatbahnen in Deutschland natürlich seit langem.
unquote

Das ist das, war ich (als Verlader) bei den EVUs vermisste: einheitliche IT-Systeme.

VG
A.
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Privatbahner #4 Link


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Dabei seit: Feb 21, 2006
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BeitragVerfasst am: 05 Aug 2013 - 11:00

Hey, ich hab nicht gesagt, dass sie einheitlich sind!
Ich hab nur geschrieben, dass alle großen EVU heutzutage entsprechende Systeme führen.
:D

Inzwischen kristallisieren sich aber Vereinfachungen heraus, viele EVU steuern inzwischen ihren Datenaustausch auf dem EDIFACT- Grundprinzip, welches aus der Automobilbranche adaptiert wurde.
Da hat man sich einfach dran gehangen.
Da EDIFACT ja inzwischen ein standarisiertes Verfahren ist, kann man Nachrichten entsprechend untereinander und inzwischen ja sogar von und zur Bahn austauschen! Das klappt auch.
Allerdings ist EDIFACT ja keine Software, sondern lediglich ein Datenformat.
Wie die Daten dann beim jeweiligen Eisenbahnunternehmen bzw. beim Kunden aufbereitet werden, entscheidet die jeweilige Software.
Und hier haben, das stimmt schon, viele Firmen und Unternehmen Insellösungen. Nicht schön, ist aber der Datenvertraulichtkeit und ein Stück weit der Historie geschuldet.
In den 90ern arbeiteten praktisch alle mit dem System "PVG" der damaligen DB Cargo. Damit hat man aber auch der DB quasi die eigenen Verkehre "frei Haus" geliefert. Das wollte man natürlich nach den ersten Schritten in der Liberalisierung nicht mehr, also mussten eigene Systeme her, die möglichst mit PVG kompatibel waren, aber dennoch selbst administriert werden konnten.
Auf dem Markt gab es faktisch keine. Kein Wunder, DB war jahrelang einziger Marktteilnehmer und hat hausintern sein eigenes Programm entwickelt. Also ging jeder so seine eigenen Wege, was den Grundstein für die heutige Artenvielfalt gelegt hat.
Nichts desto trotz haben eben alle großen EVU entsprechende Systeme, die auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner (im Datenaustausch) auch untereinander eingesetzt werden können.
Also:
- zwischen EVU <-> EVU
- Kunde <-> EVU
- und in letzter Zeit auch EIU <-> EVU
Für den "einfachen" Bediener aber, der mit 3 EVU arbeiten muss, kommen ggf. auch 3 verschiedene Datenübermittlungssysteme zum Einsatz, wenn die Systeme der Bahnen manuell gefüttert werden müssen.
Daran wird sich m.E. auch in Zukunft nicht viel ändern.

Trend: Bei einigen großen Firmen haben wir aber inzwischen die Erfahrung gemacht, dass zunehmend Daten im EDI- Format auch angefragt werden, teilweise sogar ausschreibungsrelevant sind. Die Logisitik- Software des produzierenden Gewerbes stellt sich also hierauf zunehmend ein.
Für den MA beim Kunden wird es dann dadurch einfacher, dass seine hauseigene Software die Versanddaten unmittelbar an die EVU übermittelt und auch die entsprechenden Rückmeldungen als EDI erhält. So muss der Versandmitarbeiter immer nur ein System bedienen, nämlich sein eigenes, mit dem er vielleicht auch schon andere Arbeitsschritte (wie Handelsrechnung schreiben, Ausfuhr deklarieren, etc.) durchführt.
Aktuell würde ich die Nachfrage im Markt bei etwa 30% schätzen, wobei 10% zwingend EDI verlangen. Tendenz steigend!

Gruß
PB
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Ajungilak #5 Link


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Dabei seit: Jan 20, 2012
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2013 - 19:31

Hallo Privatbahner,

nee, stimmt - von Einheitlichkeit der Datenstrukturen hast du nicht "gesprochen" ;-).

Aber verstehe bitte, was das für uns als Verlader bedeutet, alle EVUs "reden" mit uns anders, d.h. es gibt leider absolut unterschiedliche Datenformate für Standortneldungen und dergl.

Wir haben eine EDI-Schnittstelle, können also auch so Transportaufträge übermitteln. Viele unserer Kunden (also die Entlader) haben diese - z.B. für Leerwagenretournierung als geschlossener Ganzzug- nicht. Das ist ein Problem!

VG
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Ajungilak #6 Link


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Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2013 - 21:35

Kurz zurück zum Aspekt der DBSRD betreffenden Umstellung zum 1.1.14 (Eingangsposting). Ich habe diesbezüglich interessehalber bei unseren Kunden für Belieferung im Kesselwagen mal eine kleine Umfrage gestartet in dem Tenor "wer faxt noch? Wer nutzt schon RSO oder sogar eine EDI-Schnittstelle".

Dieses endete mit der Erkenntnis, dass erstaunlich viele Kunden bereits "familiär" mit RSO sind.

VG
A.
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