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Dieselkosten im Güterkraftverkehr


Güterkraftverkehr und LKW Forum: Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Disponenten, Entscheider und Fuhrparkmanager. Unser Forum Güterkraftverkehr und LKW behandelt Fragen wie, welche Routenplanungs-Tools gibt es für den Güterkraftverkehr? Welche Versicherungen sind für den Güterkraftverkehr sinnvoll? Wie wird man Fuhrparkmanager und was sind die wichtigsten Aufgaben? Welche Trends gibt es im Güterkraftverkehr und wie wirken sie sich auf die Branche aus? Wie lässt sich die Kraftstoffeffizienz von LKWs verbessern?


Monni Geschrieben am 13 Oktober 2005





Hallo zusammen, mich würde mal interessieren wie sich der Anstieg der Dieselkosten auf die Preisfindung der GKV Anbieter ausgewirkt hat. Gemäss Statistik sind die Kosten für Diesel in den letzten 2 Jahren um mehr als 25% gestiegen. Wurde das 1 zu 1 in Form von Preiserhöhungen an den Kunden weitergegeben oder durch Kosteneinsparungen im Unternehmen aufgefangen? In der Luftfracht gibt es ja eine Fuelsurcharge, an die sich der überwiegende Teil der Carrier ja ranhängt. Wie schauts im Güterkraftverkehr aus??

Monni :)

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PASpedi_03 Geschrieben am 14 Oktober 2005



Dabei seit
14 Juni 2005
37 Beiträge
Hi Moni,

natürlich muss die Erhöhung der Treibstoffkosten an den Kunden weiterbelastet werden, nur das geht natrürlich nicht 1 zu 1.
Die meisten Spediteure / Güterkfraftverkehrsunternehmen haben es zuerst mit Kosteneinsparungen versucht aber auch die Frachpreise bzw. Tarife etwas erhöht oder einen Treibstoffkostenzuschlag von ca. 3-4 % auf die Frachkosten mit dem Kunden vereinbart. Auch hat oder soll sich der Tarif der Sammelgutspediteure diesen Monat um 3 % erhöhen.

Falls ich da falsch liege, kann dies ja jemand richtigstell.

Mayerhofer Geschrieben am 01 November 2005



Dabei seit
14 Mai 2005
722 Beiträge
Hallo Monni,

so einfach wie in der Luftracht mit der Fuelsurcharge haben es die Güterverkehrsunternehmer bzw-Speditionen leider nicht.

Laut einer Kostenanalyse der SVG sind die Dieselkosten im Zeitraum von Januar 2004 bis Juni 2005 um 28% gestiegen.

Da die Frachtführer nicht in der Lage sind diese enormen Mehrkosten aufzufangen müssen sie diese Preiserhöhungen an die Verlader weitergeben, ansonsten können sie bald die Tische an die Wand schieben!

Denen es nicht klappt die Kosten ganz oder wenigstens teilweise weiter zu geben aufgrund verschiedener Aussagen wie "Wir befinden uns auch im Wettbewerb" oder denen es mehr oder weniger egal ist, die sind gezwungen Maßnahmen zu ergreifen.

Wenn es nicht mehr geht, dann darf man den Auftrag eben nicht mehr annehmen.
Aber es gibt auch noch eine Reihe von Einsparpotenzialen wie z.B. Seminare für Kraftfahrer denen Wirtschaftliches Fahren beigebracht wird. Bei einer Mittelständischen Spedition mit dementsprechend hohen Kraftstoffkosten armortisieren sich die Kosten für die Seminare innerhalb weniger Monate.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit falls noch nicht geschehen, auf Biodiesel umzusteigen.
Dabei sind jedoch einige Dinge zu beachten wie z.B.
-Zulassung vom Hersteller
-Erhöhter Verbrauch 8-10%
-Ölwechselintervalle erhöhen sich je nach Einsatzart
-Kraftstofffilter sollte bei der Umstellung gewechselt werden
-Tankstellennetz ca. 1900 Tankstellen in der BRD
-Biodiesel nach der Norm DIN EN 14214 bietet nicht jede Biodieseltankstelle an!
Dies muß im Verhältnis zu den geringeren Kosten für Biodiesel gesetzt werden.

Aber wie siehts den wirklich aus. Die Leidtragenden sind doch die kleinen. Frachtführer mit einer Hand voll LKWŽs oder die Selbstfahrer. Die großen Speditionen und die Kooperationen erhöhen die Preise dementsprechend und haben sogar teilweise eine Dieselgleitklausel in ihren Verträgen.

Der Endverbraucher bezahlt ja die Mehrkosten!
Dennoch sollte die Priorität bei der Weitergabe der Kosten an die Auftraggeber und an zweiter Stelle die Einsparpotenziale im eigenen Unternehmen sein an dem eh kein Weg vorbei führt.


Gruß
M.Mayerhofer

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