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Recherche: Container aus Bangladesch


puzzle Geschrieben am 31 Juli 2018



Mitgleid seit
31 Juli 2018
2 Beiträge

Liebe Transportspezialisten,

ich schreibe einen Roman, der in einem mittelständigen Mode-Unternehmen (denke: Esprit oder Gerry Weber) mit Sitz in der Nähe von Stuttgart spielt. Die Waren werden in Bangladesch produziert. Ich zerbreche mir nun den Kopf darüber, wie sie nach Deutschland kommen und bin für professionelles Imput dankbar. :-)

Auf dem Seeweg scheint das ja recht einheitlich über Standardcontainer (20 ft oder 40 ft) zu laufen.

Aber wie funktioniert das auf dem Luftweg (Fast Fashion ist in der Branche ein Riesenthema)? Ich habe gelesen, dass Standardcontainer prinzipiell auch im Flugzeug transportiert werden können, allerdings nur, wenn man eine Antonow chartert.

Machen Textilunternehmen so etwas tatsächlich oder ist das völlig abwegig?

Andererseits haben normale Cargoflugzeuge eigene, sehr unterschiedliche und deutlich kleinere Containertypen. Auf diese Weise Tausende von Jens, Lederjacken und T-Shirts zu verschicken, stelle ich mir nicht unbedingt effizient vor. Zumal diese Container am Zielort umgeladen werden müssen, während man einen Standardcontainer einfach auf einen LKW setzt und zum Lager fährt.

Rein visuell finde ich die Antonow-Variante reizvoller, die hat was von Hollywood. Für eine Einschätzung, ob dieses Szenario realistisch ist, bin ich sehr dankbar.

Beste Grüße aus Köln

Ulli
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Chev Geschrieben am 01 August 2018



Mitgleid seit
10 April 2009
667 Beiträge

Wenn die "Antonow An-225" gemeint ist, dann bitte mal im Internet danach suchen und sich die technischen Details vor Augen führen und nachlesen, wofür dieses einmalige Flugzeug gebaut wurde. Die meisten Fragen beantworten sich dann von selbst - nämlich unter anderem, dass wohl kaum ein paar Kartons mit T-Shirts darin versendet werden.

Generell wird ein Textilhersteller/-Händler immer versuchen, den Seeweg vorzuziehen und in großen Mengen bestellen und bewegen, um den "Vorteil" von "günstigen" Produktionsbedingungen im Drittland nicht anschließend durch hohe Frachtkosten eines Luftfracht-Transportes zu zerstören.
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airliner Geschrieben am 01 August 2018



Mitgleid seit
24 Januar 2005
534 Beiträge

Beide, von dir genannten Unternehmen sitzen nicht in der Nähe von Stuttgart. Fast Fashion ist im übrigen schon lange kein riesen Thema mehr, weil bereits seit Jahren etabliert und Standard. Modeimporte kommen aus vielen Ländern und über viele Verkehrswege. Hier ein paar Praxisbeispiele.

- Schuhe aus Surybaya, Indonesien kommen meist per Luftfracht auf Linienmaschinen über Singapur nach Deutschland
- Textilien und Lederwaren aus der Türkei mit dem LKW
- Textilien aus Kambodscha, Bangladesh und Indien überwiegend per Luftfracht auf Linienmaschinen.
- Textilien aus China kamen lange, jetzt aber nicht mehr, auf dem Seeweg nach Middle East und weiter mit dem Flugzeug nach Deutschland. Das waren sogenannte Sea/Air-Transporte.
- Textilien aus der Dominikanischen Republik kommen auf dem Seeweg und per Luftfracht.

Wenn Du deinen Roman realitätsnah schreiben möchtest würde ich die Antonov streichen. Die wurde für die Sea/Air Transporte ex Middle East nach Deutschland eingesetzt. Der Weg wird aber schon länger nicht mehr genutzt. Luftfracht wird auf schnöden Passagiermaschinen und Frachter-Linienmaschinen transportiert.
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puzzle Geschrieben am 02 August 2018



Mitgleid seit
31 Juli 2018
2 Beiträge

Hallo airliner & Chev. Herzlichen Dank für euer Feedback! Das hilft mir wirklich sehr.

Um welchen Antonow Typ es sich handelt, stand in dem Artikel nicht, aber das Szenario habe ich inzwischen verworfen, da es ja für meine Geschichte völlig unrealistisch zu sein scheint.

Ich habe gesehen, dass es für Luftfracht recht große ULD Container gibt. Manche sind sogar speziell für hängende Kleidung konzipiert, was aber wohl eher selten notwendig ist.

Werden ULD eigentlich verplomt (wie Container bei Seefracht), wenn sie vom Hersteller fix und fertig gepackt angeliefert werden? In einer Doku über den DHL Hub Leipzig habe ich gesehen, dass DHL die ULD selbst packt. Das waren dann aber auch unzählige Pakete von verschiedenen Lieferanten. Eine Plombe aufzubrechen wäre einfach ein schönes Bild.

Viele Grüße
Ulli
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