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Freihandelsabkommen FTA Japan


Alles zum Warenursprungs- und Präferenzrecht. Zu präferenzieller Ursprung, nichtpräferenzieller Ursprung und Präferenznachweis. Vorlieferungen, Zollpräferenzen aufgrund internationaler Abkommen, dem Schema allgemeiner Zollpräferenzen und Besonderheiten der Präferenzregelungen. Lieferantenerklärungen ausstellen, prüfen und bewerten.


waldorf Geschrieben am 03 Dezember 2018



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Hat sich schon mal jemand näher mit dem neuen FTA - Japan beschäftigt ?
Teilweise weichen die Ursprungsregeln nicht unerheblich von den "altbekannten" Regeln anderer Abkommen ab.
Außerdem muss man in der Ursprungserklärung angeben, welche Art von Ursprungsregeln man (oder unser Lieferant) angewendet hat.
Für die Umsetzung heißt das nicht nur: ein neues Land ergänzen, sondern komplett neue Prüf- und Ausgabelogiken entwickeln und einführen. Ursprungskriterium u.U in der LE/LLE ergänzen ........

Welches KMU soll das denn noch verstehen und umsetzen können ? In dieser Form nutzen die FTAs nur noch sehr wenigen Großkonzernen, die sich die Investitionen in Personal und Software leisten können.

Ganz gut für den Einstieg: www.stuttgart.ihk24.de...en/4147412

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Chev Geschrieben am 31 Januar 2019



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Hallo Waldorf,

gleiches geht uns in der Firma auch durch den Kopf. Es wird sich nun näher damit befasst. Zurzeit stellen wir noch keine Präferenzen für Japan aus, weder für eigengefertigte Artikel noch für Handelsware.

Wenn ich nähere Infos habe, stelle ich diese hier rein.

Svetinho Geschrieben am 07 Februar 2019



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Also bei uns weichen sie zum Guten ab :) aufgrund des Tarifsprungs für die Unterpositionen

Bei uns ist es aber auch so wir nur 5-10 verschiedene Tarifnummern haben und dies dann nicht so schwierig zum Abhandeln ist.
Leichter wird es als Unternehmen für uns nicht aber "sichert" unsere Job etwas ab ;)

Bezüglich Ursprungskriterium: Die Angabe ist ja bei der LLE nicht vorgesehen sondern nur im Abkommen mit Japan.

Ich als Lieferant muss bei der LLE kein Ursprungskriterium angeben sondern erst mein Kunde beim Export nach Japan. Würde ich sagen?!?! Was meint ihr??

Unsere Kunden die wir direkt beliefern wollen jedoch die EzU auf der Rechnung für Lieferungen die schon im Jänner verschifft worden sind das sie jetzt im Februar zollfrei einführen dürfen. :))

Chev Geschrieben am 07 Februar 2019



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806 Beiträge
Aufgrund der Komplexität des Abkommens bzw. der Regeln wurde das Thema bei uns auf Eis gelegt. Wir wenden das Abkommen also erstmal nicht an.

My.Pref Geschrieben am 20 März 2019



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2 Beiträge
Zitieren::
"Ich als Lieferant muss bei der LLE kein Ursprungskriterium angeben sondern erst mein Kunde beim Export nach Japan. Würde ich sagen?!?! Was meint ihr??"

Woher soll denn dann Dein Kunde wissen, welche Regel herangezogen wurde, wenn er Deine Teile nur als Handelsware weiter verkauft (nach Japan)? Es müsste an sich schon auf der LLE ersichtlich sein.

@all:
1. Wie geht ihr denn mit LLEs um, die Japan aufgeführt haben? Einfach ignorieren oder Codierung nachfordern?
2. Gibt es schon eine funktionierende PK-Software die das Abkommen kalkuliert? Welche?

Schrotti Geschrieben am 26 März 2019



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Wir sind Maschinenbauer und somit Exporteur. Wir haben die LLE's 2018 angefordert und in unser ERP eingepflegt. 2018 war es seitens der Lieferanten noch nicht erlaubt, in der LLE Japan auszuweisen. Eine Neuanforderung aller LLE kommt für uns nicht in Frage (erst wieder Ende 2019 für 2020).
Wir sind den umgekehrten Weg gegangen und haben festgestellt, dass die Meisten unserer Produkte für Japan sowieso auch ohne Abkommen zollfrei sind. madb.europa.eu/madb/ru...ential.htm
Ich sehe die Präferenzvorteile überwiegend im landwirtschaftlichen Bereich.

Aus diesem Grund ist der "Druck" für uns nicht besonders hoch, Präferenzen nach Japan auszuweisen.
Wir haben wöchentlich 3-4 Luftfrachten (Ersatzteillieferungen) mit durchschnittlich 20 verschiedenen Zollpositionen.

LLE mit Japan haben wir noch nicht erhalten. Wir werden die Präferenzkriterien 2019 in unser Kalkulationsprogramm aufnehmen, damit es ab 01.01.2020 verfügbar ist.

Gruß an die Leidensgenossen

waldorf Geschrieben am 27 März 2019



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1449 Beiträge
Schrotti wrote:
Wir sind den umgekehrten Weg gegangen und haben festgestellt, dass die Meisten unserer Produkte für Japan sowieso auch ohne Abkommen zollfrei sind.


Sehr vernünftige Vorgehensweise. Das sollte eigentlich der Normalfall sein: erstmal prüfen, ob überhaupt Zölle eingespart werden, bevor ich mir die ganze Arbeit mache. Ich habe auch schon wieder Einladungen zu Seminaren zum Präferenzabkommen mit Singapur erhalten, das als nächstes Freihandelsabkommen in Kraft treten soll. Aus Exportsicht fast völlig uninteressant, da in SG nur für eine extrem geringe Anzahl von Waren überhaupt Zölle erhoben werden.

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