Cargoforum Forum für Transport, Logistik, Spedition, Zoll und Außenhandel
Cargoforum.de in Zahlen: 12.201 registrierte User - 0 User online - 81 Gäste online - 57.291 Beiträge - 15.033.528 Seitenaufrufe in 2018 - 6.103.791 Seitenaufrufe in 2019



Einfuhr und Zollanmeldung Tisch


Alles zu den zu beachtenden Verfahrensregeln und Rechtsvorschriften für die Einfuhranmeldung. Die verschiedenen Einfuhrverfahren und deren Abläufe, Beteiligte und Fristen. Vereinfachungen und Erleichterungen. Mögliche Rechtsverletzungen und eventuelle Bußgelder. Möglichkeiten der Abgabenbefreiung, Rückwaren, Sendungen mit geringem Wert.


xjim Geschrieben am 26 November 2018



Dabei seit
24 November 2018
5 Beiträge
Hallo,

ich erwarte in Kürze einen Holztisch aus Indonesien. Dieser kommt in Hamburg an und soll dann von dem "Auslieferungsagenten" weiter zum Zielort nach Köln gesendet werden. Der "Agent" würde für mich auch die Verzollung machen, natürlich gegen Kosten. Ich würde die Verzollung gerne selbst übernehmen, um mir das Geld zu sparen. Dieser "Agent" will schon genug von mir an Hafengebühren etc. haben...

Meine Fragen hierzu sind folgende:
Welche Unterlagen benötigt der Zoll von mir? Ich habe diverse offizielle Dokumente, über Herkunft des Holzes, wie das Holz behandelt wurde usw.
Dann habe ich eine Rechnung, welche in Indonesische Rupiah (IDR) ausgewiesen ist. Ich habe 1 Mio. Rupiah in bar angezahlt und den Rest überwiesen. Bei der Verzollung soll ich einen Warenwert einmal in IDR angeben und einmal in EUR. Ich müsste dann 1 Mio. zum tagesaktuellen Kurs umrechnen, ist das korrekt? Die Überweisung selbst habe ich zwar auch in IDR vorgenommen, jedoch wird da auch Euro ausgewiesen.
Welches Zollamt ist für die Verzollung zuständig, Köln (endgültiger Zielort) oder Hamburg?

Ich hoffe mir kann wer helfen...

Danke

CARGOFORUM PARTNER

Ranger55 Geschrieben am 26 November 2018



Dabei seit
18 Juni 2018
18 Beiträge
Hallo Xjim,

Der Holztisch kommt aus Indonesien gemäss Deiner Info.Unbedingt abklären, ob nicht artengeschütztes Holz wie Palisander (Dalbergia Latifolia) oder Bubinga (Guibourtia Tessmannii) oder anderes verwendet wurde.

Falls artengeschützt, ist zwingend ein CITES Zertifikat beim Bundesamt für Naturschutz in Bonn beantragen. Diese bekommst Du nur, wenn Du wiederum ein Export-Zertifikat CITES vom Hersteller / Lieferanten hast. Spreche aus Erfahrung, da 25% unserer Produkte Teile aus Tropenhölzern aus Asien und Afrika beinhalten und somit bei jedem Import / Export zertifiziert sein müssen. Das CITES Zertifikat muss bei Lieferung an der Zollstelle vorgelegt werden, jedoch sind nicht alle Zollstellen in der Lage CITES Dokumente abzufertigen. Dies muss vorher ebenfalls abgeklärt werden.

Produkte mit artengeschütztem Holz ohne gültiges Zertifikat kann ein teure Angelegenheit werden.

waldorf Geschrieben am 26 November 2018



Dabei seit
23 Juli 2007
1461 Beiträge
Halli Xjim, ich geb dir mal einen guten Rat: lass´das bitte einen Profi machen. Wenn im Hamburger Hafen verzollt wird (und nur das macht Sinn), sind viele Parteien beteiligt, um die Ware da raus zu bekommen. Wenn du da reingrätscht und als Amateur eine Zollanmeldung versuchst, verursachst du nur Chaos. Du hast keine Ahnung von den notwendigen Angaben, z.B. zum Zollwert, von Codierungen.... was machst du Z.B. wenn der Zoll eine Beschau anordnet, z.B. wegen Artenschutz? Willst du dann nach HH fahren und die Ware vorführen ???

Ich habe schon ein paar Jährchen Zollerfahrung, aber ich würde nie auf die Idee kommen, eine Zollanmeldung für eine Privatsendung in Hamburg selber abzugeben, um ein paar EUR zu sparen.

xjim Geschrieben am 26 November 2018



Dabei seit
24 November 2018
5 Beiträge
Hi,

nein, es handelt sich nicht um Holz, was unter Artenschutz fällt. Es handelt sich um Trembesi, Regenbaum. Ich hab ein Ursprungszertifikat und FLEGT. Dazu noch ein Dokument, wie das Holz behandelt wurde, wegen Insekten und so.
Laut Zoll, kann ich das nicht selbst verzollen. Das muss ein Agent machen.

Ich werde mir ein Angebot einholen zur Verzollung. Was soll sowas ungefähr kosten? Damit ich eine ungefähre Vorstellung habe und ich nicht über den Tisch gezogen werde.

xjim Geschrieben am 27 November 2018



Dabei seit
24 November 2018
5 Beiträge
Ich habe jetzt ein vollständiges Angebot von der Firma erhalten. Ich fühle mich etwas über den Tisch gezogen. Kann mir vielleicht mal einer sagen, ob das in Ordnung ist, insbesondere in Hinblick auf Zollabfertigung, Importabwicklung und FLEGT Abfertigung:

Hafenkosten: 372,35€ (Netto)
Zollabfertigung: 95€
FLEGT Abfertigung: 55€
Importabwicklung: 35€
Optional Zustellung bis zu mir nach Hause: 65€

Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist für die NICHT KOMMERZIELLE Einführung von Holzerzeugnissen keine FLEGT-Genehmigung erforderlich. Warum wird dann FLEGT-Abfertigung veranschlagt? Es wird schon "Privatkunden-Handling" abgerechnet, warum jetzt nochmal Importabwicklung?

Stefan1531 Geschrieben am 06 Dezember 2018



Dabei seit
30 Juni 2006
495 Beiträge
Zitieren::
Hafenkosten: 372,35€ (Netto)
Zollabfertigung: 95€
FLEGT Abfertigung: 55€
Importabwicklung: 35€
Optional Zustellung bis zu mir nach Hause: 65€

das ist ein sehr fairer Preis! Ich persönlich nehme z.B. allein für die Zollabfertigung immer mindestens 120 EUR bei Privatpersonen.

Neues Thema eröffnen    Neue Antwort erstellen
Seite 1 von 1







Deutschlands führendes Transport & Logistik Forum. Alles Wichtige zu Themen wie Spedition, Speditionsforum, Logistik, Logistikforum, Transport, Ausbildung, Studium, Karriere, Weiterbildung, Binnenschifffahrt, Existenzgründung, Transportforum, Luftfracht, Bahnfracht, Bahncargo, Seefracht, Schifffahrt, LKW, Güterkraftverkehr, Maut, Ladungssicherung, Gefahrgut, Charter, Eisenbahn, KEP, Kurier, Express, Paket, Multimodal, kombinierte Verkehre, Transportrecht, Transportversicherung, Zoll, Zollforum, RFID, Lagerlogistik, Warehouselogistik, AWB, Luftfrachtbrief, Container, Frachtflugzeug, Güterzug, Spediteure, Verlader, Fracht, Frachtforum, Transporte
© eine Onlinepublikation der VOCA media carsten vollenbroich