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Import USA


Alles zu den zu beachtenden Verfahrensregeln und Rechtsvorschriften für die Einfuhranmeldung. Die verschiedenen Einfuhrverfahren und deren Abläufe, Beteiligte und Fristen. Vereinfachungen und Erleichterungen. Mögliche Rechtsverletzungen und eventuelle Bußgelder. Möglichkeiten der Abgabenbefreiung, Rückwaren, Sendungen mit geringem Wert.


Wessi Geschrieben am 10 Juli 2019



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25 November 2010
39 Beiträge
Wir werden in den nächsten Wochen erstmalig von unserer Tochterfirma produzierte Ware importieren.
Ursprung demnach USA.

Der importierte Artikel wird allerdings sowohl bei uns in DE produziert, als auch in den USA.

Hat jemand Erfahrung mit der korrekten Lagerung? Da wir ja dann Präferenz Ware aus DE und Drittlandsware aus den USA
am Lager hätten, die unter der gleichen Artikelnummer laufen.

Welche Auswirkungen hat das Ganze noch?
Das größte Problem wird sein, dass es uns unsere ausgestellten LLE zerhaut.

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Chev Geschrieben am 10 Juli 2019



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867 Beiträge
Wenn ihr in diesem Fall weiter Präferenzen ausstellen wollt (für die DE-Materialien), dann müsst ihr eine getrennte Lagerung haben und nachweisen. Bei jedem Vorgang muss klar sein, aus welchem "Pool" sich der Kommissionierer bediente. Ist das nicht eindeutig, darf ab sofort auch für die DE-Materialien keine Präferenz mehr ausgestellt werden. Entsprechende noch gültige LLE's, welche ihr an eure Kunden gegeben habt, müssten dann zurück gerufen werden.

Hier ein paar Infos zum Prinzip der "getrennten Lagerung": Link (Zoll.de)

Chev Geschrieben am 10 Juli 2019



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10 April 2009
867 Beiträge
Eine weitere Auswirkung ist es, dass der nicht-präferenzielle Ursprung (DE/US) permanent per Hand umgestellt werden muss. Bei uns wäre das ein Problem, denn Materialstämme im gleichen Werk können lediglich einen nicht-präferenziellen Ursprung haben (zumindest in unserem System). Das Problem haben viele andere Firmen auch.

Schrotti Geschrieben am 16 Juli 2019



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68 Beiträge
Hi Wessi,

Problem haben wir auch. Chev hat noch einen entscheidenden Hiweis zur Verwaltung des Präferenzursprungs gemacht. In unserer ERP-Software aus Walldorf ist das auch nicht abbildbar, daher blieb nur die Möglichkeit einer neuen, zweiten Materialnummer. Bei uns kommt diese Regelung bei 2 Positionen vor, daher überschaubar.

Wessi Geschrieben am 16 Juli 2019



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25 November 2010
39 Beiträge
Ok- wie würdet ihr das Thema sehen, wenn der in den USA produzierte Artikel
komplett aus EU-Rohstoffen hergestellt wurde?

Chev Geschrieben am 16 Juli 2019



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10 April 2009
867 Beiträge
Das würde präferenziell gesehen nichts helfen, denn das sog. "Territorialitätsprinzip" wäre verletzt. Die Be- und Verarbeitungsschritte, die zum Erwerb der EU-Ursprungseigenschaft geführt haben, müssen auch innerhalb der EU stattfinden, dürfen also nicht außerhalb dieses "Territoriums" durchgeführt werden.

In einigen Abkommen gibt es eine kleine Ausnahme: es dürfen tatsächlich Be- und Verarbeitungen in einem "Drittland" vorgenommen werden, ohne dass die Ursprungseigenschaft verloren geht. Der im Drittland erzielte "Wertzuwachs" (alle dort entstandenen Kosten einschließlich des Wertes der dort verwendeten Vormaterialien sowie der Transportkosten) darf jedoch 10% des Ab-Werk-Preises des auszuführenden Erzeugnisses nicht überschreiten. Dann würde es meiner Meinung nach gehen.
(auch hierzu weitere Infos auf Zoll.de nachlesbar)

Ich habe diese Regelung allerdings noch nie angewendet und kann auch nicht sagen, wie hierbei die Nachweisführung ist, sodass das auch rechtlich bzw. bei einer evtl. Prüfung Bestand hat, wenn man diese Regelung anwendet.

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