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ADR-Sondervorschriften 238 und 188 bei Batterien


Chev Geschrieben am 13 Juli 2019



Dabei seit
10 April 2009
854 Beiträge
Hallo Zusammen,

wenn für Batterien die ADR-Sondervorschriften 238 oder 188 gelten, dann sind diese nach meinem Verständnis kein Gefahrgut nach den ADR bzw. werden durch diese Sondervorschriften vom ADR ("wieder") ausgeschlossen/befreit.

Dazu habe ich 3 Fragen.

1. Müssen dennoch bestimmte Kennzeichnungen + Hinweise an den Spediteur erfolgen? Meines Erachtens ist das nicht der Fall.

2. Muss dennoch das Sicherheitsdatenblatt mitgegeben werden? Meines Erachtens kann man dies tun, es ist jedoch kein Muss.

3. Sehe ich es richtig, dass beide Sondervorschriften auch nach dem IMDG-Code gelten? Ist es richtig, dass die Sondervorschriften des ADR mit den Sondervorschriften des IMDG-Code identisch sind?

Danke vorab.

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hazmat82 Geschrieben am 15 Juli 2019



Dabei seit
19 Oktober 2018
15 Beiträge
Guten Morgen Chev,
"kein" Gefahrgut ist immer eine Aussage, bei der ich Bauchschmerzen bekomme. Nichtsdestotrotz hier die Antworten auf deine Fragen:

1. Im Falle von SV188 kann eine Kennzeichnung erforderlich werden. Die SV 238 funktioniert komplett ohne.

2. Ein Sicherheitsdatenblatt muss niemals einer Gefahrgutsendung mitgegeben werden, da es kein Begleitpapier gemäß den Gefahrgutvorschriften ist.

3. Die SV sind im ADR und IMDG-Code identisch.

Chev Geschrieben am 15 Juli 2019



Dabei seit
10 April 2009
854 Beiträge
Hallo hazmat,

Danke für die Antworten.

Zitieren::

1. Im Falle von SV188 kann eine Kennzeichnung erforderlich werden.

Woran machst du das fest bzw. wovon ist die Kennzeichnung abhängig?

Dem Spediteur hingegen muss ich also keinerlei Hinweise geben, noch nicht mal die UN-Nummern und die dazugehörigen Sondervorschriften mitteilen?

VG

hazmat82 Geschrieben am 19 Juli 2019



Dabei seit
19 Oktober 2018
15 Beiträge
Hi Chev,
bei der Kennzeichnung beziehe ich mich auf SV 188 f)

Sofern der Transporteur besondere Bedingungen hat, kann eine Hinweispflicht auf Grund des Vertragsverhältnisses bestehen (zusätzliche Aufschläge für Lithium-Batterien), das Gefahrgutrecht verlangt allerdings keine.

Die Hinweispflicht auf Gefahrgut kommt für den Auftraggeber des Absenders aus §17 GGVSEB. Dort wird die Angabe der Daten nach 5.4 verlangt. Gemäß SV 188 gilt aber nur die SV 188 und nicht der Rest des ADR.

Grundsätzlich vermeidet man natürlich Probleme, wenn man den Spediteur trotzdem darauf hinweist. Man kann nicht jede Sondervorschrift im Kopf haben und deshalb könnte es durch Nachfragen zu Verzögerungen kommen.

Gruß

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