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ATLAS - ABD - Codierung Ursprungsbundesland


Salchow Geschrieben am 14 Februar 2020



Dabei seit
14 Februar 2020
2 Beiträge
Hallo zusammen,

Nach der Warenbezeichnung ist im ATLAS/ABD ja das Ursprungsbundesland zu codieren.
Habe ich ausländischen Ursprung gebe ich die "99" ein.
Habe ich Deutschland und z.B. Bayern gebe ich die "09" ein.

Wie verhält sich dies jedoch, wenn mir (z.B. bei Handelswaren) der Lieferant bestätigen kann, dass das Ursprungsland Deutschland ist, er mir aber das Bundesland nicht benennen kann, weil er von verschiedenen Unterlieferanten die Teile bezieht und bei sich quasi "zusammenführt" ohne zu protokollieren, ob die Schraube jetzt in Bayern, Hessen oder sonst wo her bezogen wurde.

Muss ich den Warenursprung dann "unbelegt" lassen?
Geht das überhaupt, oder bekomme ich dann eine Fehlermeldung beim ABD, wegen "Unvollständigkeit"?

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konitime Geschrieben am 14 Februar 2020



Dabei seit
29 Juni 2008
114 Beiträge
Hallo,

ich würde das Bundesland wählen, wo der Verkäufer/Ausführer seinen Sitz hat. Andere Möglichkeit wäre die LLE/LE der Ware, die erklärt aus welchen Bundesland die Ware stammt.

Die Gewichtung auf das richtige Bundesland würde ich mir nicht so zu Herzen nehmen, anders als/wie Verfahrenscode, Unterlagencodierung oder Eintarifierung der Zolltarifnummer bei einer Ausfuhr.

Lg.

Wilfried

waldorf Geschrieben am 14 Februar 2020



Dabei seit
23 Juli 2007
1554 Beiträge
konitime wrote:
ich würde das Bundesland wählen, wo der Verkäufer/Ausführer seinen Sitz hat. (…)
Die Gewichtung auf das richtige Bundesland würde ich mir nicht so zu Herzen nehmen, anders als/wie Verfahrenscode, Unterlagencodierung oder Eintarifierung der Zolltarifnummer bei einer Ausfuhr.


Genau, diese unwichtige statistische Informationen rechtfertigt keinerlei Aufwand. Man könnte das Feld getrost streichen. Dessen Aussagekraft ist gleich Null.

Salchow Geschrieben am 17 Februar 2020



Dabei seit
14 Februar 2020
2 Beiträge
Vielen Dank Euch beiden für Eure schnelle Unterstützung.
Ihr habt mir da wirklich sehr weitergeholfen.
Liebe Grüße,
Jutta

cargoman Geschrieben am 26 Februar 2020



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17 März 2011
21 Beiträge
Hallo,

unser Zollamt verlangt neuerdings, dass bei Ursprung 99 und Verfahren 1000 das Ursprungsland in der Warenbeschreibung angegeben wird, z. B. "Ursprung Polen".

Auf Rückfrage wurde mitgeteilt, dass dies - ohne Bestehen einer Vorschrift - verlangt wird, um fehlerhafte Anmeldungen auszufiltern, mit dem Hinweis, dass ja bei 99 und Drittlandsursprung generell das Verfahren 1040 lauten muss.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

waldorf Geschrieben am 26 Februar 2020



Dabei seit
23 Juli 2007
1554 Beiträge
Und was wäre die Folge, wenn man statt 1040 1000 angemeldet hat ???
Ich würde ernsthaft mal dort nachfragen, ob die nichts Wichtigeres zu tun haben. Dafür gibt es absolut keine Rechtsvorschrift. Es ist doch so was von egal, ob man 1000 oder 1040 anmeldet, solange man aus dem freien Verkehr ausführt.

cargoman Geschrieben am 26 Februar 2020



Dabei seit
17 März 2011
21 Beiträge
Sehe ich auch so, nicht aber der Amtsleiter. Uns wurde schon eine AM abgelehnt, weil in der Warenbeschreibung nicht das EU-Ursprungsland genannt war.

Chev Geschrieben am 26 Februar 2020



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10 April 2009
960 Beiträge
Zitieren::

Sehe ich auch so, nicht aber der Amtsleiter. Uns wurde schon eine AM abgelehnt, weil in der Warenbeschreibung nicht das EU-Ursprungsland genannt war.

Diese Aussage verwirrt mich. Ein "EU-Ursprungsland" kann in einer Ausfuhranmeldung nicht angegeben werden. Es kann lediglich ein Code für das jeweilige Bundesland in D abgegeben werden oder aber, insofern die Ware keinen Ursprung in D hat, dann die 99 für den Ursprung im Ausland (=Rest der Welt, inkl. EU).
Unterschieden zwischen EU- und Drittlandsware wird lediglich über das Verfahren 1000 und 1040 auf Positionsebene. Ich schließe mich aber Waldorf an und muss ebenfalls die Sinnhaftigkeit dieser beiden Verfahrenscodes hinterfragen. Denn das eigentliche Verfahren einer Ausfuhranmeldung ist das "Ausfuhrverfahren". Und mit dem normalen Ausfuhrverfahren führt man Waren aus, welche sich im freien Verkehr befinden. Von daher haben 1000 und 1040 keine Auswirkung auf dieses Verfahren, deswegen meiner Meinung nach rein statistisch.

Ich denke aber, dass die Codes wichtig werden könnten bei "Wiederausfuhr" bzw. Zolllagerverfahren etc.

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