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Japanischer Zoll bemängelt Ursprungsland CE / EU


Alles zum Warenursprungs- und Präferenzrecht. Zu präferenzieller Ursprung, nichtpräferenzieller Ursprung und Präferenznachweis. Vorlieferungen, Zollpräferenzen aufgrund internationaler Abkommen, dem Schema allgemeiner Zollpräferenzen und Besonderheiten der Präferenzregelungen. Lieferantenerklärungen ausstellen, prüfen und bewerten.


Wessi Geschrieben am 06 August 2020



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Der japanische Zoll bemängelt bei einer Lieferung an unserem Kunden, dass bei unserer Handelsware teilweise nur als Ursprungsland CE/EU angegeben ist. Aktuell hält er die Lieferung noch fest. Habt ihr eine Idee wie man aus der Sache geschickt raus kommt?

Unsere Lieferanten bescheinigen allerdings auch nur CE/EU auf ihren LLE!

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TheDispatcher Geschrieben am 06 August 2020



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Hallo

ein Blick ins Präferenzabkommen sollte die Lösung bringen...

Wortlaut der Urspungserklärung....

(3)Bitte geben Sie den Ursprung des Erzeugnisses (Europäische Union oder Japan) an.

Gruß

Wessi Geschrieben am 06 August 2020



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25 November 2010
69 Beiträge
Das ist klar. In der Ursprungserklärung steht es korrekt drin!

Allerdings sind auf Positionsebene die Ursprungsländer mit angedruckt, diese weisen CE/EU aus.
Daran stört sich der Zoll scheinbar!

Chev Geschrieben am 06 August 2020



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Beim präferenziellen Ursprung wird die EU quasi als ein Land betrachtet - da die Abkommen auf EU-Ebene geschlossen werden. Ist eine Ware präferenziell, wird meist in den jeweiligen Erklärungen "EU preferential origin" angegeben.

Und jetzt die Krux:
Zusätzlich zum präferenziellen EU-Ursprung (sofern man ihn überhaupt ausstellen darf) würde ich immer den handelsrechtlichen Ursprung auf Positionsebene angeben. Dort wird das jeweilige Land angegeben, in welchem die Ware ihren Ursprung bzw. zuletzt wesentlich/ursprungsbegründend bearbeitet wurde (Definition siehe UZK) - dieses unabhängig vom Präferenzstatus.

waldorf Geschrieben am 08 August 2020



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@Chev: die Angabe des nicht-präf. Ursprungs ist doch faktisch Pflicht in allen Exportrechnungen. Die Angabe des Präferenzursprungs ist dann eine Zusatzangabe, wenn das zulässig ist. Dumm nur, dass der Anteil der Personen, die an solchen Geschäften beteiligt sind und den Unterschied kennen, sehr gering ist. Ich schätze <10% mit starken, länderspezifischen Schwankungen.

Chev Geschrieben am 08 August 2020



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1039 Beiträge
Korrekt.

Ja, Pflicht aber mehr auf Importseite. Soweit ich weiß, bestehen EU-Zoll- oder umsatzsteuerrechtlich keine Vorschriften, das handelsrechtliche Ursprungsland anzugeben. Fast jedes Drittland der Welt möchte aber den nicht-präf. Ursprung je Position wissen. Es ist also Standard - diesen anzugeben.
Japan ist da noch relativ einfach in der Handhabung. Andere Länder sind da weitaus komplexer und wollen noch weitere Angaben / Erklärungen / Dokumente / Beglaubigungen / Legalisierungen - z. B. in Form von Ursprungszeugnissen.

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