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Artikel von verschiedenen Lieferanten aus verschiedenen Ländern außerhalb der EU


Remsen Geschrieben am 03 November 2020



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Hallo,

unser Einkauf agiert gerne mit einer 2nd Source aus untersch. Ländern. In einem Fall auch bei einem Endprodukt.

Wie handhabt ihr die Lagerung der Artikel bei versch. Lieferanten aus untersch. Ländern. Habt ihr dann wirklich für jeden Artikel quasi 2 Lagerplätze um sicherzugehen das ihr immer den korrekten Ursprung angeben könnt (mithilfe eines Ursprungszeugnisses vom Lieferanten)? Müsste ja, aber vlt. gibt's eine Regelung um sowas zu vermeiden? Ich fürchte fast nicht, es würde mich aber interessieren wie ihr die Sache handhabt. 2nd Source ist ja vermutlich bei den meisten unternehmen gegeben.

Danke!

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waldorf Geschrieben am 04 November 2020



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In unserem ERP-System wird der handelspolitische Ursprung Gott sei Dank fest mit dem Material verbunden. Das ist dann auch bestandstrennend. Ich muss ja sicherstellen, dass der Ursprung in den Dokumenten mit der Angabe an der Ware übereinstimmt.
Wenn das System diese Trennung nicht bietet, muss man sie irgendwie schaffen. Ich kann ja schlecht nach fifo ausliefern und dann ggf falsche Angaben machen.

Remsen Geschrieben am 04 November 2020



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06 Mai 2016
64 Beiträge
Danke für Deinen Kommentar! Das Ursprungsland wird bei uns automatisch angedruckt und ich würde gerne bei Artikeln etwas hinterlegen um deutlich zu machen das der Warenursprung nicht definiert ist. Anstatt das Feld leer zu lassen, gibt es eine Abkürzung z.B. für "Nicht bestimmt", o.ä?

Danke!

waldorf Geschrieben am 04 November 2020



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Wenn du exportierst, musst du den Ursprung zwingend angeben.

Chev Geschrieben am 04 November 2020



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Welches ist das Problem nun im Detail?

Ein Material - aber zwei Ursprünge, da unterschiedliche Lieferanten - das habe ich verstanden.

Um den Ursprung zu unterteilen sehe ich folgende Prozesskette:
1. Lagerung getrennt
2. Kommissionierer kommissioniert physisch und markiert irgendwo den Ursprung bzw. den Lagerplatz
3. Der Ersteller der Dokumente (z. B. Rechnung), prüft den vom Kommissionierer angegebenen Ursprung / Lagerplatz
4. Wenn Ursprung nun abweichend zum Standard-Ursprung ist, den ihr definiert habt, dann diesen (im Materialstamm) umstellen
5. Rechnung ziehen, auf welche sich dann der physisch kommissionierte Ursprung aus den Stammdaten rauszieht

waldorf Geschrieben am 05 November 2020



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Chev: deine Methode funktioniert aber nur, wenn man relativ viel Zeit hat.
Bei schnellen, stark automatisierten Prozessen zB für die Ersatzteilversorgung oder den ECommerce aus Hochregallägern muss das alles eindeutig in System vorab hinterlegt sein.

Chev Geschrieben am 05 November 2020



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1062 Beiträge
Korrekt. Aber was wäre die Alternative: dass nicht der Ursprung auf den Dokumenten steht, den die Ware physisch hat.

Remsen Geschrieben am 05 November 2020



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06 Mai 2016
64 Beiträge
Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Muss zwingend der Ursprung auf den Exportdokumenten angegeben werden? Sorry für die doofe Frage, aber kann im Inet nichts dazu finden. Voraussetzung ist natürlich das ich bzw. der Käufer auch keine Präferenzen in Anspruch nehmen möchte.

Das Problem ist, das wir einzelnes einfaches Zubehör mittlerweile komplett aus dem Ausland kaufen, vorher haben wir nur die Einzelteile importiert und hier mit Spezialwerkzeug bearbeitet und montiert.

Nun kann ich aber nicht mehr als Ursprung "Deutschland" auf die RG schreiben. Weil aber das fertige Zubehör aus versch. Ländern (EU und nicht EU) kommt und bei uns aus Platzgründen geplant ist den Artikel ohne Sortierung nach Herkunft zu lagern, würde ich am liebsten gar keine Angaben zum Ursprung machen.

Danke!

Chev Geschrieben am 07 November 2020



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Zitieren::

Muss zwingend der Ursprung auf den Exportdokumenten angegeben werden?

Es gibt dafür rechtlich keine Verpflichtung. Allerdings ist es Standard bei Lieferungen in Drittländern. Fehlt das Ursprungsland, könnten Probleme beim Import auftreten.

Zitieren::

Voraussetzung ist natürlich das ich bzw. der Käufer auch keine Präferenzen in Anspruch nehmen möchte.

Das Thema "Präferenzen" würde ich hier mal komplett ausklammern. Die Möglichkeiten für Präferenzen sind alles andere als gegeben. Das funktioniert nur, wenn ihr das Prinzip der "Getrennten Lagerung" (Infos dazu auf Zoll.de) anwendet, und exakt sagen könnt, ob der zu exportierende Artikel aus einer "Charge" stammt, für welche ihr eine LE / LLE habt.

Wenn eine Ware handeslrechtlichen EU-Ursprung hat, dann heißt das ja zudem noch lange nicht, dass diese auch präferenziellen EU-Ursprung hat.

Zitieren::

Weil aber das fertige Zubehör aus versch. Ländern (EU und nicht EU) kommt und bei uns aus Platzgründen geplant ist den Artikel ohne Sortierung nach Herkunft zu lagern, würde ich am liebsten gar keine Angaben zum Ursprung machen.

Siehe oben. Weglassen wäre eine Option. Kann aber zu Problemen (beim Import) führen, der Kunde wird dann Rückfragen haben.

waldorf Geschrieben am 07 November 2020



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23 Juli 2007
1643 Beiträge
Chev:„Es gibt dafür rechtlich keine Verpflichtung. Allerdings ist es Standard bei Lieferungen in Drittländern. Fehlt das Ursprungsland, könnten Probleme beim Import auftreten.“

Damit bin ich nicht einverstanden. Es mag zwar keine deutsche oder EU-Regel geben, die das vorschreibt, aber die Angabe des Ursprungslandes ist bei der Einfuhr im Bestimmungsland zwingend erforderlich. Ohne „könnte“ es nicht nur Probleme geben, es wird Probleme geben.

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