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Präferenz im Dreiecksgeschäft


Alles zum Warenursprungs- und Präferenzrecht. Zu präferenzieller Ursprung, nichtpräferenzieller Ursprung und Präferenznachweis. Vorlieferungen, Zollpräferenzen aufgrund internationaler Abkommen, dem Schema allgemeiner Zollpräferenzen und Besonderheiten der Präferenzregelungen. Lieferantenerklärungen ausstellen, prüfen und bewerten.


DomeniqueMerle Geschrieben am 06 November 2020



Dabei seit
06 November 2020
3 Beiträge
Hallo zusammen,


folgender Fall:

DE produzierendes Unternehmen
US Auftraggeber von DE
CA Endverwender


Geldfluss
CA => US => DE

Warenfluss
DE => CA

Präferenzkalkulation
Abkommen zwischen EU und CA
maßgebender Wert = Preis zwischen DE und USA


Soweit ok, aber nun meine Frage:

Ist es ok eine Rechnung "for customs purpose" für den Import in CA auszustellen mit Ursprungserklärung und Preis zwischen US und CA?
Grundlage für die Kalkulation ist da der Preis zwischen DE und US (angenommen 80.000), auf der Import-Rechnung würde dann jedoch der Preis zwischen US und CA auftauchen....


Vielen Dank.

Gurß
Domenique

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Stuttgarter Geschrieben am 06 November 2020



Dabei seit
05 September 2019
23 Beiträge
Hallo,

Voraussetzung 1: Ihr seid REX
Voraussetzung 2: Die Waren haben den präferenziellen EU-Ursprung für Kanada

Ich denke, der richtige Weg wäre, die für Kanada vorgesehene Ursprungserklärung (sofern Ihr REX seid und den Ursprung entsprechend nachweisen könnt) auf dem Lieferschein anzudrucken.

Ich denke, dass der Importeur in Kanada dann auf Basis der Rechnung des US-Amerikaners und Eures Lieferscheins die Ware mit dem präferenziellen EU-Zollsatz einführen kann, sofern hier eine Zuordnung zwischen gelieferter Ware und berechneter Ware möglich ist.

Einen anderen Weg sehe ich tatsächlich nicht.

Viele Grüße!

DomeniqueMerle Geschrieben am 06 November 2020



Dabei seit
06 November 2020
3 Beiträge
Hallo,

beide Voraussetzungen sind erfüllt.

Aber so oder so würde die Präferenz auf den Rechnungspreis des US-Amerikaners gewährt werden, obwohl die Grundlage der Präferenzkalkulation der Rechnungspreis des DE wäre!?

Stuttgarter Geschrieben am 06 November 2020



Dabei seit
05 September 2019
23 Beiträge
Hallo,

das ist richtig und auch absolut üblich. Wenn Du zum Beispiel bei Handelsware auf Basis der LE Deines (deutschen) Lieferanten den präferentiellen EU-Ursprung der Ware bestätigst, ist die Kalkulation auch auf Basis seines EXW-Preises an Euch ermittelt worden. Die Präferenz dürft Ihr dann entsprechend weitergeben, und zwar unabhängig von Eurem Verkaufspreis.

Grüße

DomeniqueMerle Geschrieben am 06 November 2020



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06 November 2020
3 Beiträge
Ok passt. Danke

Chev Geschrieben am 08 November 2020



Dabei seit
10 April 2009
1062 Beiträge
Hallo,

ich setze hier mal direkt an, denn ich hätte zum Kanada-Abkommen eine Frage.
Für Waren der Position 8421, erscheint in der Be-/Verarbeitungsliste folgende Regel in Spalte 3 (Spalte 4 ist leer):

Wechsel aus einer anderen Position oder

Wechsel innerhalb einer dieser Positionen, auch bei einem Wechsel aus einer anderen Position, sofern der Wert der in derselben Position wie das Enderzeugnis eingereihten Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft 50 Prozent des Transaktionswerts oder des Ab-Werk-Preises des Erzeugnisses nicht überschreitet


Ich arbeite nun schon einige Jahre mit Präferenzen und komme mit den Listenregeln eigentlich immer gut klar. Was "Positionswechsel/Tarifsprung" bedeutet, weiß ich alles.

Ich würde dennoch gerne wissen, wie ihr o. g. Regel verstehen würdet, ich bekomme es zurzeit noch nicht auf den Schirm, was hier nun sein muss bzw. kann - Positionswechsel erforderlich ja/nein/vielleicht????

Und was ist der "Transaktionswert"??

Diese Verkomplizierung und Sonderfälle, vor allem die neueren Abkommen betreffend inkl. REX-System sind einfach nicht mehr hilfreich. Für einige Länder ist es mittlerweile aufgrund erschwerter Regeln kaum noch möglich, ohne Spezialwissen Präferenzen rechtssicher zu kalkulieren., siehe z. B. auch das Abkommen mit Japan. Das hilft alles nicht mehr wirklich.

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