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Statistischer Wert in der Ausfuhranmeldung


Nannerl Geschrieben am 13 Februar 2021



Dabei seit
14 Dezember 2019
26 Beiträge
Hallo ich bins wieder,

seit langer Zeit beschäftigt mich die Berechnung des statistischen Wertes bei EXW in der Ausfuhranmeldung (Abholung durch Fedex und dann wird die Ware verflogen).

Ich weiß, daß es sich hier nur um Statistik handelt, aber man möchte ja doch irgendwie einen halbwegs richtigen Statistischen Wert angeben.

Wie berechne ich diesen?
Rechnungsbetrag + Innlandsfracht.

Die Frachtberechnung macht mir Kopfzerbrechen.
1. Ist diese von unserer Firma bis Abflughafen zu berechnen?
2. Oder von unserer Firma bis EU-Außengrenze?

zu 1. Ich weiß ja aber nicht, von welchem Flughafen verflogen wird! Dies müsste ich dann immer bei jeder Sendung bei Fedex erfragen.

zu 2. Hier müßte ich auch bei Fedex erfragen welche Route geflogen wird und wo dann die EU-Außengrenze liegt.

Alles sehr umständlich?!? ....

Wer kann mir hier endlich eine Lösung nennen?

Danke im Voraus für eure Hilfe!

LG

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Chev Geschrieben am 13 Februar 2021



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In unserer Software wird bei EXW ein Prozentsatz von 3% auf den Rechnungspreis der Position automatisch aufgeschlagen und dann daraus der statistische Wert gebildet.

Einen Königsweg gibt es hier meiner Meinung nach nicht. In den seltensten Fällen kennt man ja bei EXW die Frachtkosten, und schon gar nicht die Vorlaufkosten bis zur Ausgangszollstelle im Detail, sodass man keine anderen Möglichkeiten hat als den Wert zu schätzen.

Und korrekt, darüber hinaus kennt man ggf. auch nicht immer den tatsächlichen Abgangsflughafen. FedEx hat seinen HUB am Flughafen in Köln/Bonn. Ob es in gewissen Fällen nicht doch FRA oder CDG (Paris) ist, kann man aber ggf. nicht immer genau vorhersagen.

Nannerl Geschrieben am 13 Februar 2021



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26 Beiträge
Meine grundsätzliche Frage ist aber, muss bzw. kann ich z. B. den Abflughafen Frankfurt für meine Frachtberechnung nehmen, also als Grenze sehen?
Fracht von unserer Firma bis Frankfurt plus Rechnungsbetrag = Statistischer Wert.

Hier könnte ich mir dann die Fracht auch im Fedexportal berechnen lassen.

Wäre doch dann evtuell vertretbar oder?

Chev Geschrieben am 13 Februar 2021



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10 April 2009
1110 Beiträge
Da es für die Berechnung des statistischen Wertes keine exakten Vorschriften gibt, wäre das definitiv eine Variante. Aber der Aufwand ist relativ hoch, wie ich finde.
Wir haben jeden Tag eine Vielzahl an Exporten, da wäre das unmöglich, das alles per Hand auszurechnen.

Berichte mal bitte, wie viel Prozent die von dir kalkulierten Frachtkosten bis FRA vom Rechnungspreis ausmachen.
Danke!

Nannerl Geschrieben am 14 Februar 2021



Dabei seit
14 Dezember 2019
26 Beiträge
Hallo Chev,

ich verstehe deine Frage leider nicht. Stehe jetzt etwas auf der Leitung....:
"... die von dir berechneten Frachtkosten bis FRA vom Rechnungspreis ausmachen."

Welchen Rechnungspreis meinst du jetzt? Meinst du die Frachtkosten insgesamt (unsere Firma bis Empfänger und davon den Prozentsatz für die Fracht von unserer Firma bis FRA)
oder den Rechnungspreis der Waren (und davon den Prozentsatz für die Fracht von unserer Firma bis FRA)?

Wie meinst du das mit: ihr berechnet 3 % auf den Rechnungspreis der Position? Rechnet ihr 3 % zum Rechnungspreis der Ware oder wie? Dann wäre die Fracht bei einem Rechnungspreis von 10.000 € --> 300,00€ und bei einem Rechnungsbetrag von 100.000,00 € --> 3.000,00 €

Bei Fedex wird aber nicht nach Rechnungspreis die Fracht berechnet, sondern nach Maßen und Gewicht.

Irgendwie glaube ich reden wir aneinander vorbei. Ist halt schwierig zu schreiben :-( :-(

Ich habe mir gerade die Fracht von unserer Firma bis nach FRA berechnen lassen;
das sind 110,00 € für drei Kartons mit
L/B/H 61/36/38 cm und 8,30 kg
L/B/H 46/36/32 cm und 6,20 kg
L/B/H 46/36/32 cm und 5,10 kg

und die Fracht von unserer Firma bis z. B. London
sind für die 3 Kartons 535,00 €

Chev Geschrieben am 14 Februar 2021



Dabei seit
10 April 2009
1110 Beiträge
Denke, es sollte aber alles verständlich sein, was ich geschrieben habe.
Prozentrechnung ist einfache Mathematik.

Darum nochmal kurze Zusammenfassung:
- für die Berechnung des statistischen Werte existieren keine Detailvorschriften
- bei uns wird der stat. Wert automatisch errechnet = Rechnungspreis einer ABD-Position + 3% (bei EXW)
- du möchtest jedoch eine eigene Berechnung per Hand durchführen, was du gerne tun kannst
- meine Frage war deswegen, auf welchen prozentualen Anteil vom Rechnungswert du kommst, wenn du die Vorlaufkosten bis Ausgangszollstelle per Hand ausrechnest - einfach nur zur Info (wie gesagt, bei uns sind es 3%)

Man sollte das nicht zu komplex gestalten.

By the Way: 110,00 EUR für 3 Kartons nach FRA (innerhalb von D) - ist ja Wucher. Da würde ich 5 EUR je Karton berechnen und gut. Wie gesagt, man muss das einfach halten.
Der statistische Wert ist, wie der Name schon sagt, eine statistische Angabe, die meist nur geschätzt wird bzw. geschätzt werden kann.

Hoffe, es sollte jetzt klar sein.

Nannerl Geschrieben am 14 Februar 2021



Dabei seit
14 Dezember 2019
26 Beiträge
Vielen Dank für die genaue Antwort.

Also hier die Info, die du wissen wolltest:

Unser Rechnungsbetrag in der ABD ist 70.000 €
Fracht Fedex: 110,00 €
==> 0,16 %

Erklärung der 110,00 € Fracht: unsere Firma kriegt von Fedex gute Konditionen; nur leider sitze ich hier zuhause und kann die Frachtberechnung nur ohne diese Konditionen machen, da ich unsere Kundennummer von Fedex hier nicht zur Hand habe.
War ja nur mal generell und pauschal dieser ganze Vorgang durchgespielt.

Danke nochmal.

Chev Geschrieben am 14 Februar 2021



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10 April 2009
1110 Beiträge
Zitieren::

Unser Rechnungsbetrag in der ABD ist 70.000 €
Fracht Fedex: 110,00 €
==> 0,16 %

70.000 EUR in 3 Kartons? Seid ihr sicher, dass ihr solch hohe Warenwerte per Paket versenden wollt?
Soweit ich weiß, haben manche Paketdienstleister auch Wertgrenzen je Paket/Sendung. Eventuell wichtig für evtl. Haftung/Regressansprüche.

Verhältnismäßig sind die 0,16% noch gering, liegt am hohen Warenwert während die Sendungsgröße bzw. Gewicht eher gering ist (ca. 20 kg). Angenommen, eure Ware käme auf eine Palette, dann wären die 110,00 EUR innerhalb von D nahezu optimal kalkuliert. Mit 70.110,00 EUR als statistischen Wert macht ihr also nichts falsch.

Bei uns sind 70.000 EUR schon 1,5 - 2,5t Ware ungefähr. Dadurch auch höhere Vorlaufkosten.
Die 3% basieren auf einer Durchschnittskalkulation - dies ist bei uns allerdings momentan in Klärung.
Darum war mir die Info wichtig, besten Dank.

Nannerl Geschrieben am 14 Februar 2021



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14 Dezember 2019
26 Beiträge
Hallo Chev,

in dem Fall hier: EXW; wir melden bei Fedex die Sendung auf Kundennummer des Käufers an.

Wäre dann nicht am Abholort (also bei unserer Firma) der Gefahrenübergang an den Käufer?
D. h. die Haftung ginge an den Käufer über?
Dann müßten wir doch aus dem Schneider sein?

Chev Geschrieben am 15 Februar 2021



Dabei seit
10 April 2009
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Korrekt, bei EXW ist das dann Sache des Kunden.

Nannerl Geschrieben am 15 Februar 2021



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14 Dezember 2019
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Ok, danke, Chev.

LG

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