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FTA Japan - Ursprungskürzel


Alles zum Warenursprungs- und Präferenzrecht. Zu präferenzieller Ursprung, nichtpräferenzieller Ursprung und Präferenznachweis. Vorlieferungen, Zollpräferenzen aufgrund internationaler Abkommen, dem Schema allgemeiner Zollpräferenzen und Besonderheiten der Präferenzregelungen. Lieferantenerklärungen ausstellen, prüfen und bewerten.


waldorf Geschrieben am 23 Februar 2021



Dabei seit
23 Juli 2007
1702 Beiträge
Das FTA mit Japan ist mW das einzige, bei dem in der Ursprungserklärung ein Kürzel angegeben werden muss, nach welcher Regel der Ursprung ermittelt wurde. Bei Handelsware muss das bereits eigentlich mit der Lieferantenerklärung abgefragt werden. Meine Fragen:
1. wer kann das abbilden ?
2. wenn ja, mit IT-Lösung oder manuell?
3. wen hält diese Regelung davon ab, das Japan- FTA zu nutzen ?

Beispiel für die Kürzel:

Es muss auch das angewandte Ursprungskriterium benannt werden:
„A“: für Produkte mit Bezug zu Unterkapitel 1(a) des Artikels 3.2 (Seite 66)
Vollständig gewonnene oder hergestellte Erzeugnisse gemäß Artikel 3.3
Beispiele: Pflanzen, die im Ursprungsland angebaut oder gezüchtet werden; Tiere, die im Ursprungsland geboren wurden.
„B“: für Produkte mit Bezug zu Unterkapitel 1(b) des Artikels 3.2 (Seite 66)
Erzeugnisse, die ausschließlich aus Vormaterialien hergestellt werden, die ihren Ursprung in dieser Vertragspartei haben

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Erzi4 Geschrieben am 24 Februar 2021



Dabei seit
02 Dezember 2008
404 Beiträge
Hallo waldorf,

wir können bei uns die Anforderungen des JEFTA im Hinblick auf die Erklärung zum Ursprung tatsächlich nicht systemisch umsetzen. Daher stellen wir auch selbst keine LLE aus, die als Präferenzland Japan enthalten. Ebenso bekommen wir so gut wie keine LLE, die Japan beinhalten. Es gibt einen Lieferanten, der das macht und die entsprechende Kennung, also "A" oder "B" oder "C3" usw. in einer tabellarischen Anlage, zusammen mit der Warenbeschreibung, Zolltarifnummer etc. abbildet. Wie der das systemisch macht, weiß ich allerdings nicht. Die LLE sieht zumindest optisch nicht so aus, als wäre sie von einem SAP-System erzeugt worden...

Gleichwohl nutzen wir das JEFTA für selbst produzierte Waren in gezielten Einzelfällen, mit entsprechend hohem manuellen Aufwand. Dort haben wir dem japanischen Abnehmer aber gleich zu Beginn sehr umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt, die dem japanischen Zoll vorgelegt und dort anerkannt worden sind. Oder anders ausgedrückt: mit den Informationen hätte der japanische Importeur auch die Präferenz mit "Gewissheit des Einführers" beantragen können. Da die für diese Fälle relevanten Ursprungsregeln nicht wertbasierend sind, hatten wir auch keine Probleme/Bedenken, die Dokumente zur Verfügung zu stellen. Ich erwarte insofern kaum jemals ein Nachprüfungsersuchen...

Saludos
Erzi4

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