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Tarifierung im Export für den Import im Drittland


Wildgans Geschrieben am 31 August 2021



Dabei seit
22 März 2016
53 Beiträge
Hallo zusammen,


wir produzieren Maschinen für den Lebensmittelbereich. Wenn wir diese Maschinen exportieren, ist es ganz unterschiedlich ob wir die Maschine in der Ausfuhranmeldung mit nur einer Zolltarifnummer anmelden, oder ob wir jedes Material der Maschine einzeln tarifieren und anmelden.
Das hängt von der Konstruktion und Funktion der Maschinen ab.

Nun haben wir den Fall, dass wir unsere Maschine mit nur einer Tarifnummer für den Export anmelden würden. Der Kunde im Drittland wünscht aber eine Einzeltarifierung. Dies stellt für uns jedoch einen enormen Mehraufwand dar.

Nun ist meine Frage: Nur weil wir den Export mit nur einer Tarifnummer anmelden und an den Kunden verkaufen, kann doch aber der Empfänger trotzdem die Ware einzeln tarifieren und importieren, oder?
Hängt der Import im Drittland von der Tarifierung der Exportanmeldung ab?

Könnt ihr mir mit dieser Frage weiterhelfen?

viele Grüße
Wildgans

CARGOFORUM PARTNER

Chev Geschrieben am 31 August 2021



Dabei seit
10 April 2009
1197 Beiträge
Zitieren::

Nun ist meine Frage: Nur weil wir den Export mit nur einer Tarifnummer anmelden und an den Kunden verkaufen, kann doch aber der Empfänger trotzdem die Ware einzeln tarifieren und importieren, oder?
Hängt der Import im Drittland von der Tarifierung der Exportanmeldung ab?

Was der Kunde macht, ist seine Sache und sogar logisch, dass Importprozesse - bedingt durch Ländervorschriften - von Ausfuhrprozessen abweichen, unterschiedliche Tarifierung, etc.

Wenn ihr die Maschine mit nur einem Gesamtwert verkauft, wird der Kunde aber keine Einzeltarifierung durchführen können. Denn er benötigt logischer Weise für jede Position auch einen eigenen Wert.
Meiner Meinung nach macht ihr alles richtig, die Unterpositionen nicht einzeln zu tarifieren, wenn die Maschine als übergeordnete Position nur einen Gesamtwert hat und die Positionen "nur" Bestandteile, Zubehörteile der Maschine sind und quasi nur als eine Art Konfiguration auf der Rechnung erscheinen.
Rechtliche Stichworte: "Bestandteilregelung", "Warenzusammenstellung", etc.

Verkauft ihr jedoch jede Position einzeln, würde ich auch jede Position einzeln tarifieren.

Tischy Geschrieben am 17 September 2021



Dabei seit
25 Juni 2021
7 Beiträge
Die Ausfuhranmeldung ist ein deutsches Formular für die deutschen Behörden (es ist auf Deutsch)
Die Warennummer sind nur bis zur 4 Stelle weltweit gleich - die restlichen Nummern sind National anders, sogar innerhalb der EU kann es zu Schwierigkeiten kommen.
Der 8-Steller sollte innerhalb der EU gleich sein und mit denen die den HS akzeptiert und unterschrieben haben (...sollte...).

Also, lange Rede kurzer Sinn - die ABD/AE/MRN/EX1 (wie immer jeder die nennen mag) gelangt nicht ins Ausland.
Der Ausländer sieht die Daten aus der AE nicht.

Man sollte keine Warennummern auf Rechnungen aufführen (ich weiß , ist selten praktikabel, die wollen die haben).

Die Warennummern im Ausland können andere sein, das ist normal.

Du bist Hersteller von konkavförmigen Plastikteilen 3926 und der Inder stellt daraus Knieschöner her -
Du verwendest immer die 392620 (weil Du eine allgemeine Verwendung hast)
- Er verwendet aber die 950699
DAS IST NICHT FALSCH - Er hat keine allgemeine Verwendung mehr.

(Stark vereinfachtes Beispiel, völlig frei erfunden)

konitime Geschrieben am 25 September 2021



Dabei seit
29 Juni 2008
119 Beiträge
@Tischy

"Also, lange Rede kurzer Sinn - die ABD/AE/MRN/EX1 (wie immer jeder die nennen mag) gelangt nicht ins Ausland.
Der Ausländer sieht die Daten aus der AE nicht."

Grundsätzlich landen viele Ausfuhren im Ausland (innerhalb der EU). Den dort werden Sie auch mit einem Ausgangsvermerk "versehen".

Ganz diffizil wird es, wenn die Sendungen nach Russland gehen. Der russische Zoll lässt sich die Ausfuhren vorlegen. Werden die Gewichte nicht mit den entsprechenden Nachkomma Zahlen versehen, dann machen die zu.

Lg.

Wilfried

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