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Zusatzkosten Umlagerung wegen Verschiebung durch Reederei


HHKHHK Geschrieben am 16 November 2021



Dabei seit
12 Oktober 2016
9 Beiträge
Guten Morgen zusammen,

Wir sollen zusatzkosten in Höhe von 500,00 EURO zahlen wegen folgendem Sachverhalt :
Frankatur : FOB

Wir haben dem Spediteur die Abholung ab Datum X aufgegeben.
Der Spediteur hat uns die Gestellung aufgegeben zum Zeitpunkt Y.
Die Beladung erfolgte am Tag Y zum angegeben Zeitpunkt 07.00 Uhr.
Die Beladung erfolgte im üblichen Zeitfenster von 2 Stunden.

Ca 2,5 Std nachdem der Container weg war bekamen wir folgende Information :
***
wir bekommen gerade die Info dass das Terminal die Anlieferung für das Schiff noch nicht freigegeben hat.

Der Container muss somit Zwischengelagert werden. Die Kosten hierfür gehen zu Lasten der Ware.

Sobald ich die Kosten habe, gebe ich diese auf.
***

Auch wenn ich weiß das FOB alle Kosten bis zur Anlieferung an Bord bedeutet, verstehe ich nicht warum wir diese Kosten zahlen sollen ? Ich sehe hier kein Fehlverhalten unserer Seite.

Hätte der Spediteur nicht am Tag vorher prüfen müssen ob die Anlieferung möglich ist ?
Wäre das dann nicht ggfs das Problem/Risiko des Spediteurs oder Reeders, wenn die Annahme so kurzfristig verweigert wird ?
Wie oben bereits beschrieben....... der Container war bereits unterwegs nach Hamburg als wir die Info bekommen haben.

Wer hat da Informationen über die Rechtmäßigkeit ?

LG
Oliver

CARGOFORUM PARTNER

Summertime Geschrieben am 17 November 2021



Dabei seit
05 Juli 2019
17 Beiträge
Mal abgesehen von dem grundsätzlichen "Fehler" bei Containerverladungen die Lieferklausel FOB zu vereinbaren, würde ich Ihre Frage ("sehe kein Fehlverhalten unsererseits") einmal umkehren, und fragen, welches Fehlverhalten den Ihrer Meinung nach der von Ihnen beauftragte Spediteur gemacht hat?

Wer aufmerksam die Medien verfolgt, wird mitbekommen haben, welche Verwerfungen es derzeit im Seeverkehr gibt. Insofern sind Informationen, die vor ein paar Stunden noch aktuell sind, bereits wieder veraltet. Ich kenne derzeit keinen Spediteur der nicht regelmäßig seine Aufträge auf Veränderungen prüft, weil die natürlich auch keine Lust darauf haben, Diskussionen wie diese mit den Kunden zu führen.

Sie können es ja einmal versuchen, die Mehrkosten dem Käufer aufzudrücken. Schließlich hat im Regelfall dieser bei der Klausel FOB die Reederei ausgewählt.

Chev Geschrieben am 17 November 2021



Dabei seit
10 April 2009
1211 Beiträge
Es wären so oder so Kosten entstanden. Wenn der Spediteur die Abholung des/der Container noch storniert hätte, wäre Fehlfracht für den Vorlauf entstanden.
Rechtlich ist es meiner Meinung nach nicht verankert. Die Reedereien sind für so etwas sehr schwer in die Pflicht zu nehmen. Man könnte noch versuchen, mit der Reederei die Freilagerzeit zu verlängern, sodass am Terminal keine Kosten für die Reederei entstehen. In wie weit dies möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Mit FCA wären Kosten im Verschiffungsseehafen kein Thema für den Versender.

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