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Warenversand mit Proforma Rechnung?


Hefele Geschrieben am 29 März 2021



Dabei seit
29 März 2021
1 Beiträge
Hallo zusammen,

ich habe eine Werklieferung in ein Drittland und darf gemäß Steuerabteilung die Handelsrechnung erst abrufen, wenn das Equipment fest verbaut und abgenommen sowie fertig aufgebaut beim Kunden steht. Jetzt stellt sich mir aber die Frage, wie ich die Sendung beim Zoll anmelde, wenn ich keine Handelsrechnung erstellen darf. Kann ich mir da mit einer Proforma Rechnung behelfen? Ist ein normales Kaufgeschäft, die Zahlung muss 30 Tage nach Abnahme der Maschine erfolgen.

Vielen Dank für eure Tipps & viele Grüße,

Mathilda

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Lerner Geschrieben am 01 April 2021



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20 November 2019
34 Beiträge
Hallo Mathilda,

sehe keine Grund warum Du keine Proformarechnung verwenden solltest. Ich würde die Werte übernehmen welche auch später auf der Handelsrechnung berechnet werden.

Liebe Grüße

Chev Geschrieben am 08 April 2021



Dabei seit
10 April 2009
1211 Beiträge
Alt bekanntes Problem.
Die finale Rechnungsstellung erfolgt in vielen Fällen, entsprechend von Incoterms, Zahlungsbedingungen, internen und buchhalterischen Gründen, etc. erst zu einem gewissen Zeitpunkt - das heißt, man kommt vor Versand nicht an diese Rechnung heran.
Sicherlich hat nicht jeder SAP, aber ich denke auch andere Programme sollten die Möglichkeit bieten, eine "Commercial Invoice" zu Zollzwecken zu erstellen. Diese Rechnung fordert den Kunden noch nicht zur Zahlung auf, enthält aber sämtliche Daten wie die finale Rechnung, ggf. auch das gleiche Layout. Bei uns unterscheidet sich diese nur von der finalen Rechnung durch die Überschrift = "Commercial Invoice". Eine Commercial Invoice kann bei uns im SAP jederzeit auf Grundlage einer vorh. Lieferung erstellt werden.

Keke_68 Geschrieben am 11 November 2021



Dabei seit
15 Februar 2021
22 Beiträge
Frage hierzu: Welche Nachteile könnten sich ergeben, wenn man eine Warenlieferung in ein Drittland mit einer Proforma-Rechnung statt mit einer Commercial Invoice abwickelt? Und könnte man z.B. einer EUR.1 auch eine Proforma-Rechnung zuweisen? Ich frage für einen Freund ...Meine persönliche Meinung ist, daß man das mit einer Commercial Invoice tun sollte, auch wenn die "zusätzliche" Hauptrechnung aus dem System erst nach Auslieferung erstellt wird und eine andere Rechnungsnummer hat. Und der Ausgangsvermerk wird dann der Systemrechnung zugeordnet mit Commercial Invoice als zusätzlicher Anlage...?!?

Chev Geschrieben am 11 November 2021



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10 April 2009
1211 Beiträge
Mit "Proforma-Rechnung" meinst du eine Rechnung, die z. B. per Word zu Versandzwecken außerhalb des Systems erstellt wurde?

Sehe ich generell als sehr ungeeignete Lösung an, da dies keine direkte Verknüpfung mit dem Geschäfts-vorgang im System abbildet. Sowohl, was das ABD angeht als auch für die EUR.1 / Ursprungserklärung.
Es muss auf jeden Fall rückverfolgbar sein, also müssten die Proforma-Rechnungen entsprechend archiviert und verknüpft werden, ggf. Rechnungsnummern vergeben, unter welcher das ABD und die Codierungen im ABD (N380) abgegeben werden.
Eventuell auch eine Auflistung dieser Vorgänge per Excel erstellen.

Keke_68 Geschrieben am 12 November 2021



Dabei seit
15 Februar 2021
22 Beiträge
Danke Dir für Deine Antwort. Ist es aber nicht auch so, dass eine Proforma Rechnung eher für den Musterversand geeignet ist, statt für einen normalen Warenversand? Kann es, wenn man eine Proforma nutzt zoll- und/oder steuerseitig Nachteile schaffen, auch wenn der korrekte Handelswert drin steht? Und noch eine Frage: Wenn man eine wordgestrickte Commercial Invoicutzt, weil die Rechnung aus dem System erst nach Abholung der Ware generiert wird, muss man dann "for customs purposes only" hinzufügen? VG

Chev Geschrieben am 12 November 2021



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10 April 2009
1211 Beiträge
Zitieren::

Ist es aber nicht auch so, dass eine Proforma Rechnung eher für den Musterversand geeignet ist, statt für einen normalen Warenversand?

Deswegen sollte man für Standard-Sendungen möglichst eine systemgenerierte Rechnung haben.
Proforma-Rechnungen, z. B. per Word-Datei, nur in Ausnahmefällen, wenn etwas "außer der Reihe" verläuft.
Wichtig ist wie gesagt, dass immer eine Verknüpfung vorhanden ist und keine ABD's bezugslos erstellt werden.

Zitieren::

Kann es, wenn man eine Proforma nutzt zoll- und/oder steuerseitig Nachteile schaffen, auch wenn der korrekte Handelswert drin steht?

Mir nicht bekannt. Es kommt aber auch darauf an, ob die Rechnung als glaubwürdig erscheint. Wenn ihr eine Word-Datei erstellt und die Rechnung als unglaubwürdig erscheint, was Aufmachung, Inhalt und Glaubwürdigkeit angeht, könnte es Rückfragen beim Import geben.

Zitieren::

...muss man dann "for customs purposes only" hinzufügen?

Diesen Satz würde ich lediglich nur bei kostenlosen Sendungen auf der Rechnung anfügen. Ansonsten die Werte in der Rechnung entsprechend ausweisen - als wäre es die Endrechnung. Wie gesagt, bei uns ist es so, dass die Versandrechnung (=Com. Invoice) sich nur durch die Überschrift von der Endrechnung unterscheidet (=Invoice).

ankei Geschrieben am 25 November 2021



Dabei seit
30 Oktober 2019
11 Beiträge
Bei uns werden alle Waren mit einer Proforma Rechnung angemeldet, diese wird vor der eigentlichen Rechnung aus dem System generiert.
Wir haben keinerlei Nachteile, nur weil Proforma auf der Rechnung steht.
Wird, wie gesagt aus dem System generiert und ist bis auf einige Details identisch mit der Rechnung an den Kunden.

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