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Markierungsvorschriften für Versand in andere EU Länder


J.Dorf Geschrieben am 02 Dezember 2013



Dabei seit
02 Dezember 2013
1 Beiträge
Hallo, Frage dreht sich um den Warenversand in EU Länder. Ein Kunde in Ungarn verlangt, dass alle Markierungen auf den Einzelgebinden auf ungarisch sein müssen. Das wäre eine Landesvorschrift. Es handelt sich hier zudem um einen Gefahrstoff. Habe mal gelernt, dass im Fall von Gefahrgut das entsprechende Unfallmerkblatt in der Landessprache vorhanden sein soll. Wie steht es mit der Markierung, bzw auch dem Sicherheitsdatenblatt ? Danke & Gruss

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Convoy-Pusher Geschrieben am 03 Dezember 2013



Dabei seit
20 Mai 2009
47 Beiträge
Hallo, “J.Dorf”!

Beim Export alle Markierungen der Packstuecke in “Landessprache”? Es waere eine “Landesvorschrift”? (Hier als Beispiel “Ungarn”).

Einfach in “K und M” (Konsulats- und Mustervorschriften) nachschlagen..

Hat jeder, der sich mit Export beschaeftigt, hinter sich in Griffnaehe im Schrank stehen.

Die letzte, ueberarbeitete Ausgabe ist von 2013/2014, also ganz aktuell. Nie davon gehoert?


www.ihk-berlin.de/inte...A46D.repl1


Aber:

Achtung mit Gefahrengut, mit dem den Transport begleitenden “Material Safety Data Sheet” (MSDS).

Nur in Landessprache des Ziellandes reicht nicht, sind Transitlaender dazwischen?

Und welcher Sprache ist das fuer diesen Transport eingesetzte Fahrpersonal kundig?

Aber wenn jemand ADR transportieren laesst, und sogar auch noch in’s Ausland exportiert, muesste man so etwas eigentlich wissen!

Weil sonst?

Wer ist der Absender und wer muss im Fall der Faelle unangenehme Fragen beantworten?


Klaus

hazmatgerman Geschrieben am 05 Dezember 2013



Dabei seit
06 Mai 2011
32 Beiträge
J.Dorf wrote:
Hallo, Frage dreht sich um den Warenversand in EU Länder. Ein Kunde in Ungarn verlangt, dass alle Markierungen auf den Einzelgebinden
auf ungarisch sein müssen. Das wäre eine Landesvorschrift. Es handelt sich hier zudem um einen Gefahrstoff. Habe mal gelernt, dass im Fall von Gefahrgut das entsprechende Unfallmerkblatt in der Landessprache vorhanden sein soll. Wie steht es mit der Markierung, bzw auch dem Sicherheitsdatenblatt ? Danke & Gruss

Hallo,
1. Unfallmerkblätter gibt es nicht mehr, sondern vierseitige Schriftliche Weisungen. Dafür sind ausschließlich die bei der UNECE hinterlegten amtlichen landessprachlichen Fassungen oder entsprechende Verlagsprodukte zu nutzen.
2. Da Ungarn ADR-Mitgliedstaat ist gelten für die Gefahrgut"markierungen" ausschließlich die entsprechenden Sprachvorgaben des 5.2 ADR.
3. Ein Sicherheitsdatenblatt ist vom ADR nicht vorgeschrieben. Wenn es dabei ist, sollte es allerdings in der Sprache sein, die der eventuelle Adressat versteht.
4. Die gefahrstoffrechtlichen Vorgaben richten sich nach der CLP-Verordnung der EU; die landessprachlichen Stoffnamen sind bedauerlicherweise umständlich bei der ECHA zu recherchieren.
5. Diese Landesvorschrift können Sie vielleicht vom Kunden benannt bekommen, dann könnte man die Kundenbehauptung nachprüfen.
Gruß
Hazmatgerman


Zuletzt bearbeitet von hazmatgerman am 05 Dez 2013 - 16:26, insgesamt einmal bearbeitet

heido Geschrieben am 05 Dezember 2013



Dabei seit
20 Februar 2013
20 Beiträge
Hallo J.Dorf,

zunächst mal Gefahrstoff oder Gefahrgut?
Unfallmerkblätter gibt es nicht mehr bzw. werden nicht mehr benötigt
die sind durch die schriftliche Weisung ersetzt. Wurde von hatzmatgerman bereits beschrieben
Um welche Menge und welche UN-Nummer geht es?

Mit näheren Angaben kann man dann sicher auch bessere Aussagen treffen.

Gruß
heido

JoJo87 Geschrieben am 21 Januar 2014



Dabei seit
21 April 2009
14 Beiträge
Moin,

hier geht es möglicherweise um das Gefahrstoffrecht.
In der EU ist dafür die VO 1272/2008 geschaffen worden.
Als Inverkehrbringer von Produkte ist man verpflichtet, die Gebinde mit Sicherheitstexten in Landessprachen der Mitgliedsstaaten zu kennzeichnen.

Ist es vielleicht das, was der Kunde in Ungarn verlangt?
Hat jemand Erfahrung, mit der Umsetzung dieser Verordnung im Hinblick auf Texte in Landessprachen?

Gruß
JoJo87

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