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Auswirkungen des BREXIT auf Transport, Logistik und Zoll


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Cargoblog Geschrieben am 24 Juni 2016



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Nachdem wir nun alle ungläubig die aktuellen Medien verfolgt haben frage ich mich, welche Auswirkungen hat der BREXIT auf Logistik- und Transportdiensleistungen im aktuellen Tagesgeschäft. Ich bin mir sehr sicher, dass sich die Briten ein fettes Eigentor geschossen haben. Was meint ihr?

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Chev Geschrieben am 24 Juni 2016



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Nicht nur ein Eigentor, auch für die nach GB "exportierenden" EU-Länder, wie auch die BRD, wird es Erschwernisse geben. Der Verwaltungsaufwand wird höher, da zollrechtlich ein Export bzw. eine Ausfuhr eröffnet werden muss. Die Zollabgaben auf ein Minimum zu begrenzen bzw. entfallen zu lassen, könnte an sich aber durch ein Abkommen wie z. B. mit EFTA-Ländern reguliert werden.

Zweites Problem: eventuelle Zollkontrollen und Zollabfertigungsprozesse erhöhen die Laufzeit von Transporten bzw. führen zu Verzögerungen.

Thema "Umsatzsteuer" fällt mir noch ein, GB dürfte dann ja nicht mehr unter die Mehrwertsteuerrichtlinie fallen.

Mehr fällt mir erstmal nicht ein :-)

Ingiridi Geschrieben am 27 Juni 2016



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Viel davon hängt sicherlich davon ab, wie in den nächsten Monaten und Jahren die Austritts-Verhandlungen laufen werden.

Aber so wie es momentan aussieht, macht der "Brexit" (ich hasse das Wort inzwischen so sehr) sämtliche Vorgänge in sämtlichen Bereichen um ein Vielfaches schwerer. So natürlich auch in der Logistik und dem internationalen Warenverkehr.

Ingiridi Geschrieben am 27 Juni 2016



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Achja und ersten Mutmaßungen zufolge, kann man davon ausgehen, dass den Briten der Austritt möglichst schwer gemacht wird, bzw. sehr heftige Konsequenzen und Auflagen folgen. Das soll dazu dienen, andere Länder von einem Austritt abzuschrecken. Hört sich für mich ziemlich bedenklich an, es geht ja schließlich um die EU, nicht um die Scientologen..

Aber wie gesagt, im Moment ist alles nur Vermutung und planen oder vorausschauen kann man sicher noch eine Weile überhaupt nicht.

UGedius Geschrieben am 29 Juni 2016



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Man wird einfach abwarten müssen, wie lange sich das hinzieht. Am schlimmsten für alle ist nur Unsicherheit.. denn wer macht schon gern Geschäfte ins Blaue hinein. Schließe mich aber an, dass der Brexit auf lange Sicht mehr Schaden für Großbritannien bedeutet.

Chev Geschrieben am 17 Juli 2016



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Aufgrund aktueller Ereignisse ist dieses Thema aus den Medien ja nun fast verschwunden.

Mittlerweile haben ein paar Studien weitere Folgen des BREXITs analysiert:

--> der Brexit kostet im Schnitt jeden Haushalt 4300 Pfund oder ca. 1 Monatsgehalt pro Jahr
(Quelle: britisches Finanzministerium / OECD)

--> es droht Großbritannien bis 2020 der Verlust von 100 Milliarden Pfund Wirtschaftsleistung
--> bis zu 950.000 Jobs seien in Gefahr
(Quelle: eine Analyse einer großen Beratungs-/Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Ingiridi Geschrieben am 20 Juli 2016



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Ich habe auch immer noch die Vermutung, dass sich das Ganze in Luft auflöst und rückgängig gemacht wird. Weiß nicht, vermutlich liegt es an den Umständen im Rest der Welt. Alles ist gerade so extrem chaotisch, dass ich mir irgendwie gut vorstellen kann, dass der BREXIT kippt..

KurtVonnegut Geschrieben am 27 August 2016



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Denke ich schon. Für eine Insel die fast keinen Export, sondern nur Importe hat, wird die Situation sicher schlechter werden.

Monopolist Geschrieben am 11 September 2016



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Das sehe ich ganz genau so, ohne die Verbindung zu Festland-Europa ist Großbritannien aufgeschmissen.

Seppli Geschrieben am 21 Oktober 2016



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Chev wrote:
Aufgrund aktueller Ereignisse ist dieses Thema aus den Medien ja nun fast verschwunden.

Mittlerweile haben ein paar Studien weitere Folgen des BREXITs analysiert:

--> der Brexit kostet im Schnitt jeden Haushalt 4300 Pfund oder ca. 1 Monatsgehalt pro Jahr
(Quelle: britisches Finanzministerium / OECD)

--> es droht Großbritannien bis 2020 der Verlust von 100 Milliarden Pfund Wirtschaftsleistung
--> bis zu 950.000 Jobs seien in Gefahr
(Quelle: eine Analyse einer großen Beratungs-/Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Jetzt scheint es allmählich wieder zurückzukommen. Die ersten scheinen es schon stark zu bereuen

last-andi Geschrieben am 09 Juli 2017



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Ich denk auch das es insgesamt negative Auswirkungen für Großbritannien haben wird.

Allerdings denke ich, dass sich das ganze im Rahmen halten wird und nach den Verhandlungen der Status von GB auf der gleichen Ebene wie Norwegen (EWR-Staat) oder Schweiz haben wird. Damit könnte das Vereinigte Königreich weiterhin die Vorteile des EU-Binnenmarktes genießen, müsste aber auch die daraus resultierenden Pflichten tragen, bei denen es als Nicht-Mitgliedsstaat kein Mitspracherecht mehr hätte.

Wessi2018 Geschrieben am 02 Januar 2019



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Der letzte Post ist ja nun schon einiges her.
Was hat sich bei euch in den Firmen getan:

Wie habt ihr eure Strukturen angepasst?
Hat einer z.B. ein Lager o.ä. in GB, welches sich nun mit Hamsterkäufen bevorratet?
oder fangt ihr alles mit verlängerten Lieferzeiten ab?

MagNet-99 Geschrieben am 03 Januar 2019



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Hamsterkäufe ? Wozu ?

Spannend ist die britischen Kollegen an das Thema Zoll zu gewöhnen.

Direktlieferungen aus Deutschland zusammenfassen, als eine Sendung Ausgangs- und Eingangsverzollen, dann break bulk und delivery in UK. Transitzeit +1 Tag und Verzollungskosten anteilig einpreisen. Thats it.

Gruss
MagNet-99

waldorf Geschrieben am 03 Januar 2019



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Mag-Net, du hättest recht, wenn der Zoll in UK die nötigen Ressourcen hätte und die Verkehrsinfrastruktur vorbereitet wäre. Das Problem ist doch das Bottleneck Dover für den LKW-Verkehr. Bei ca 16000 LKW täglich nützen ein paar Fähren mehr wenig.

MagNet-99 Geschrieben am 03 Januar 2019



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2663 Beiträge
Hallo Waldorf,

ich spekuliere auf recht lange Übergangsfristen mit kaum oder wenig Kontrollen für EU-Ware. Denke der Druck der britischen Wirtschaft wird schnell ansteigen. Dann wird mit Arbeitsplatzverlust oder Verlagerung gedroht und die Politik bricht ein. Du hast recht, der Bottleneck ist natürlich da....

Gruß
MagNet-99

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