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Auswirkungen des BREXIT auf Transport, Logistik und Zoll


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Chev Geschrieben am 19 Oktober 2019



Dabei seit
10 April 2009
1109 Beiträge
Der heutige Tag könnte einen relativ hohen Stellenwert in der Historie der EU einnehmen. Die ggf. letzte Chance, einen No-Deal-Brexit ohne Austrittsabkommen zum 31.10. zu vermeiden. Ein evtl. Abkommen müsste dann nach Austritt nachverhandelt werden, dadurch fehlen aber im Zwischenzeitraum Regelungen.

Boris Johnson benötigt für die Umsetzung des Brexits zum 31.10. inkl. Austrittsabkommen 320 Stimmen. Das Abkommen muss heute durchs Britische Unterhaus gebracht werden, um dieses zu überzeugen. Ob das gelingt, wissen wir heute Nachmittag. Die Fraktion von BJ hat 288 Abgeordnete. Wenn die zustimmen, fehlen noch 32 Stimmen aus den anderen Parteien. Oppositionsführer Corbyn und z. B. die schottische Partei SNP lehnen das Abkommen ab, da dieses Schwächen aufweist und somit zu einem anschließenden No-Deal-Brexit (durch die Hintertür) Ende 2020 bzw. Anfang 2021 führen könnte.

Sollte die Zustimmung erfolgen, könnte aber das sog. "Letwin-Amendment" ein Eintreten des Abkommens ohne Ratifizierungsgesetz verhindern. Dann würde der Deal nochmal verschoben werden müssen, da das Abkommen ohne Ratifizierungsgesetz noch keine Geltung hat. Das Gesetz muss noch erlassen werden, um das Abkommen ratifizieren zu können.

Sollte die Zustimmung heute nicht erfolgen, könnte auch erneut eine Verlängerung der Austrittsfrist (z. B. bis Ende Januar 2020) vereinbart werden. Dann geht der Spaß ein weiteres Mal weiter / von Vorne los.

Vor Austritt und vor Schließung eines Austrittsabkommens ist theoretisch auch ein Rücktritt vom Brexit noch möglich, wie der europäische Gerichtshof klargestellt hat. Dauern die Verhandlungen weiterhin an und finden entsprechende Wechsel in den Parteien / Premierminister, etc. statt, würde es mich nicht wundern, wenn alles irgendwann nochmal kippt und ein neues Referendum über den Brexit einberufen wird. Aber das ist nur Spekulation.

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Cargo12 Geschrieben am 09 Oktober 2020



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09 Oktober 2020
6 Beiträge
Der Brexit ist durch, doch ein Abkommen wurde immer noch nicht vereinbart. Für GB wird dies ein schwerer Start nächstes Jahr, denn die Zölle werden die Preise in die Höhe jagen. Dadurch wird der Arbeitsmarkt auch leiden..

motaboi Geschrieben am 27 November 2020



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12 Oktober 2018
28 Beiträge
Noch 5 Wochen bis zu einem ungeregelten Brexit und wir wissen immer noch nicht wie es ab dem 01.01.2021 weiter geht... Selbst Michel Barnier, Chef-Unterhändler seitens der EU glaub nicht mehr an einen fristgerechten Deal (Sorry falls links nicht erlaubt sind).

Wie ist der Stand der Dinge bei euch? Mein Problem sind gerade hunderte Ladehilfsmittel (Gitterboxen u.ä.), welche sich derzeit in GB befinden. Diese bekomme ich nicht vor dem Brexit zurück, da die palettierte Ware erst noch verbaut werden muss. Normalerweise müsste ich diese Ladehilfsmittel als "vorübergehende Einfuhr" in das entsprechende Drittland deklarieren, aber GB ist ja derzeit kein Drittland. Ob das Verfahren der vorübergehenden Einfuhr (Carnet AHA) überhaupt in GB Gültigkeit haben wird, ist ja auch noch unklar. Jemand ein Lösungsvorschlag?

Zanna91 Geschrieben am 28 November 2020



Dabei seit
18 November 2014
60 Beiträge
Hallo,

Mit dem Ende der Übergangsphase werden am 1. Januar alle im Vereinigten Königreich erteilten EORI Nummern beendet.

Wirtschaftsbeteiligte, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, können bereit im Vorfeld eine EORI Nummer in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl beantragen.


Ist die Ansässigkeit innerhalb der EU kein Muss, um eine EORI Nummer zu beantragen?

Danke

waldorf Geschrieben am 28 November 2020



Dabei seit
23 Juli 2007
1683 Beiträge
Art 5 UZK-DA definiert die Fälle, in denen auch Drittlandsfirmen hier eine EORI bekommen können.

motaboi Geschrieben am 02 Dezember 2020



Dabei seit
12 Oktober 2018
28 Beiträge
Zanna91 wrote:
Hallo,

Mit dem Ende der Übergangsphase werden am 1. Januar alle im Vereinigten Königreich erteilten EORI Nummern beendet.

Wirtschaftsbeteiligte, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, können bereit im Vorfeld eine EORI Nummer in einem Mitgliedstaat ihrer Wahl beantragen.


Ist die Ansässigkeit innerhalb der EU kein Muss, um eine EORI Nummer zu beantragen?

Danke

Nein, die EORI-Nummer kann jeder beantragen. Diese wird ja für die Ausfuhr von Ware aus der EU benötigt.

Weiß jemand wie man herausfinden WO die EORI-Nummer beantragt wurde? Unsere Niederlassung in GB hat bereits eine EORI-Nummer (keine Ahnung warum), aber ob die in GB oder DE beantragt wurde?

waldorf Geschrieben am 02 Dezember 2020



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23 Juli 2007
1683 Beiträge
Motaboi-ich stimme dir nicht zu. Art. 5 UZK-DA schränkt das eindeutig ein. Einfach mal die Rechtsgrundlage ansehen, dass hilft manchmal.

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