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Palettentauschsystem optimieren


A.Fischer Geschrieben am 08 Mai 2017



Dabei seit
08 Mai 2017
5 Beiträge
Guten Tag alle zusammen.

Nach 2 Jahren Elternzeit fange ich wieder an mit dem Arbeiten und merke, dass es schwer ist nach so einer langen Zeit.
Ich komme langsam wieder rein, brauche allerdings mal einen Rat. Ich war vor der Elternzeit in einem Großlager im Industriebetrieb angestellt und bin jetzt bei einer Spedition. Ich bin für die Prozessoptimierung zuständig, was mein Steckenpferd ist. Jetzt bekomme ich das schwierige Thema „Palettentausch“ auf`s Auge gedrückt.

Die Bestandsdifferenz im Palettenbestand ist enorm hoch und die Altlasten können nicht mehr ausgeglichen werden, nur noch über Kauf neuer FP. In Zukunft soll es übersichtlicher und verlässlicher ablaufen. Da es schon ein umfangreiches Thema ist, suche ich hier Rat.

Die Spedition hat nicht nur eine Halle, sondern mehrere im Umkreis von 15-20km. Die Kommissionierung findet übergreifend in allen Lägern statt. Wir sind Dienstleister für viele Firmen. Ich beschreibe kurz den Ablauf über die Dokumentation der Paletten die verladen werden.

Wir verladen (beladen den LKW) mit einer Ladeliste
- FP/GP Menge wird eingetragen vom Verlader
- Ladeliste verbleibt in der Spedition

Die Rollkarte wird erstellt für den LKW-Fahrer
- Auslieferungsnachweis für den Fahrer ( Firma, Menge etc.)
- Menge FP/GP wird von der Ladeliste übertragen + Quittierung Belader

LKW wird am Zielort entladen.

Dann kommt der Palettenkontrollschein zum Einsatz:
- wenn 1zu1 getauscht wird, dann wird kein PKS ausgefüllt
- ändert sich allerdings die Tauschmenge muss der PKS durch den Fahrer erstellt werden
- PKS ist Buchungsgrundlager für das Palettenkonto

Im Wareneingabereich wird/soll die Menge von FP/GP aufgenommen (Entladeprotokoll) werden, die vom LKW entladen wird. Allerdings ist das die gesamte Menge vom Transport. D.h. das sich mehrere Aufträge auf einem LKW befinden.
Zwischen den einzelnen Dokumenten bricht die Kette (meist bei PKS).

Gibt es ein unkompliziertes System?

Wir haben bisher eine Idee:
Bei der Firma, bei der wir die meisten Pallettenschuld haben, die Paletten vor Ort anzuliefern und die benötigte Menge wird selbstständig entnommen. Ich versuche mich gerade über Chep Paletten zu informieren. Was schwierig ist, da die benötigten Infos auf Englisch sind. Aber ich fuchse mich dort rein.

Ich hoffe der Ablauf ist halbwegs verständlich und ihr seid ein wenig nachsichtig mit mir.
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps geben.

Danke euch
A.

CARGOFORUM PARTNER

MagNet-99 Geschrieben am 08 Mai 2017



Dabei seit
16 Juni 2006
2694 Beiträge
Hallo A.

das hört sich ja gruselig an....vor allem der Dokumentenbruch.

Erstmal vorab, Chep hat auch eine deutsche Seite, rechts steht die Telefonnumer der Niederlassung in Köln, ruf da an und stell deine Fragen oder mach einen Termin aus. Die kommen i.d.R. schnell und gerne. Ob CHEP allerdings die Lösung deiner Probleme sein kann, muss sich erst herausstellen. Zumindest weisst du dann aber ob ja oder nein ;-)
www.chep.com/de/

Prinizipiell müsst ihr eure logische Lücke schliessen damit in jeder Schnittstelle auch der Palettentausch bewertet wird.

In der Regel gibt es in Unternehmen aber erstmal das Problem, das der Palettentausch nicht ernst genommen wird, bzw. ihm nicht die Aufmerksamkeit zu teil wird, die das Thema verdient. Dazu braucht es meistens erst einen lauten Knall mit tausenden oder zehntausenden EUR, die wegen Fehlbeständen oder fehlenden/verschleppten Kontenabgleichen ausgebucht werden müssen. Die Mitarbeiter aller operativen Bereiche müssen erstmal verstehen, das die Palette einen Wert darstellt und über den Skaleneffekt in Summe einen Wert darstellt, dem man seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Da geht es einmal durch korrekte Buchungen und Erfassung von Buchungsbelegen um die Ermittlung von Salden. Für viel wichtiger halte ich aber noch die Bewertung der eingehenden Paletten. Was bringt es wenn jemand Schrott bringt und dann am Ende eine Palette gebucht wird. Die Differenz zwischen den beiden Werten ist für das Unternehmen verloren. Genauso dürfen gefälschte Europaletten oder Paletten die durch andere (z.B. World) oder nicht lizensierte Palettenbauer (z.B. PKP) nicht als Europaletten in das System. Aber auch das kann und muss natürlich jedes Unternehmen für sich entscheiden.

Was habt ihr denn für eine Speditions-EDV ? Wieso muss der Verlader FP/GP-Mengen eintragen ? Diese Information muss der Auftraggeber mitbringen oder aber spätestens im Eingang festgestellt werden. Diese Info hängt dann an der Sendung. Wenn die Sendungen auf das Bordero o.ä. geschoben werden, dann weiss das System doch auch automatisch welche FP/GP verladen werden und kann in der Schnittstelle den Speditionspartner belasten oder einen palettenschein erzeugen.

Das erstmal zum Start der Diskussion.

Gruss
MagNet-99

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