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Europäischer Lokführerschein


Güterkraftverkehr und LKW Forum: Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Disponenten, Entscheider und Fuhrparkmanager. Unser Forum Güterkraftverkehr und LKW behandelt Fragen wie, welche Routenplanungs-Tools gibt es für den Güterkraftverkehr? Welche Versicherungen sind für den Güterkraftverkehr sinnvoll? Wie wird man Fuhrparkmanager und was sind die wichtigsten Aufgaben? Welche Trends gibt es im Güterkraftverkehr und wie wirken sie sich auf die Branche aus? Wie lässt sich die Kraftstoffeffizienz von LKWs verbessern?


Mayerhofer Geschrieben am 05 November 2005



Dabei seit
14 Mai 2005
722 Beiträge
Hallo zusammen,

im Zuge der Harmonisierung hat das Europäische Parlament entschieden, das ab 2007 der Schienengüterverkehr EU-weit geöffnet werden soll.

Dazu braucht man qualifizierte Lokführer mit einheitlich anerkannten Zertifikaten.
Damit soll ein Wechsel der Zugführer an den Grenzen überflüssig werden um einen durchgehenden internationalen Bahnverkehr zu gewährleisten.



Gruß
M.Mayerhofer

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Monni Geschrieben am 05 November 2005





Klingt nach einer interessanten Berufsperspektive. Ich habe mal gelesen das die Deutsche Bahn grosse Schwierigkeiten bekam, als sie die Eingangsqualifikation der Bewerber für den Beruf des Lokführers heruntergesetzt hat. Ich erinnere mich, dass die Lokführer seinerzeit eine Ausbildung wie Energieanlagenelektroniker oder ähnliches schon mitbringen mussten. Das hatte den Vorteil, dass sie später einfache Mängel an den Loks selber beheben konnten und es nicht zu grossen Verspätungen kam. Heute ist diese Ausbildung wohl nicht mehr erforderlich. Der Lokführer ruft dann einen Notfalltrupp der dann entsprechend lange unterwegs ist. Somit grosses Verspätungspotential.

Mayerhofer Geschrieben am 10 November 2005



Dabei seit
14 Mai 2005
722 Beiträge
Hi Monni,

ja da hast du recht. Früher musste man vor der Ausbildung zum Lokführer eine Ausbildung in bestimmte Metall- oder Elektroberufen absolvieren.
Haben sie geändert als die Gefahr in Sicht war, nicht mehr ausreichend Lokführer für die Zukunft zu bekommen.
Das mit den eigenen Reparaturen sei mal dahin gestellt.

Die Einheitliche Lokführerausbildung ist ja nur ein Schritt in Richtung Harmonisierung.
Es gibt da noch weitere Hürden die zu überwinden sind.
Laut unseren Dozenten gibt es in Europa immer noch unterschiedliche Spurweiten wie in Russland, Finnland und Spanien.
D.h., umladen auf LKWs oder falls möglich die Waggons auf andere Chassis zu setzen, was natürlich aufwendig ist.

Desweiteren gibt es auch Unterschiede bei der Stromversorgung. Manche Länder fahren mit Wechselstrom, andere mit Gleichstrom.Auch nationale Signal- und Sicherheitssysteme erschweren den Schritt zur Vereinheitlichung.

Es gibt also noch eine Menge zu tun.


Gruß
M..Mayerhofer

Michael Geschrieben am 10 November 2005



Dabei seit
24 Februar 2005
674 Beiträge
Moin,

Zitieren::
Desweiteren gibt es auch Unterschiede bei der Stromversorgung. Manche Länder fahren mit Wechselstrom, andere mit Gleichstrom.
Dieses Problem läßt sich durch den Einsatz von Multisystem-Lokomotiven umgehen. Viele europäische Bahnen besitzen solche Lokomotiven, bei der Deutschen Bahn sind es Zwei- oder Vier-System-Lokomotiven, mit denen (je nach System) praktisch alle Netze der westeuropäischen Nachbarstaaten der Bundesrepublik Deutschland befahren werden können, ohne daß ein Lokwechsel an einer Systemwechselstelle notwendig ist.

Bereits in den 60er und 70er Jahren wurden solche Mehrsystem-Lokomotiven gebaut (z.B. BR 182 und BR 184, letztere, die sog. "Europalok" war als Vier-System-Lok ausgelegt). Auch moderne E-Lokomotiven sind oft als Zwei- oder Vier-System-Lokomotiven ausgelegt (z.B. BR 182 - Zwei-System-Lok, BR 185 - Zwei-System-Lok, BR 189 - Vier-System-Lok).

Übrigens tritt das Problem der unterschiedlichen Stromversorgung natürlich nur auf elektrifizierten Strecken auf. Mit Dieselloks befahrene Strecken sind davon nicht betroffen.

Problematischer sind da heute oft noch die unterschiedlichen Signalsysteme in den einzelnen (nationalen) Bahnnetzen.

Gruß,
Michael

Mayerhofer Geschrieben am 11 November 2005



Dabei seit
14 Mai 2005
722 Beiträge
Hallo Michael,

intressanter Hinweis bezüglich den Multisystem-Lokomotiven.

Die rail4Chem eine Eisenbahnverkehrsgesellschaft bestehend aus den Firmen BASF,Hoyer,Bertschi und VTG investiert laut einem Bericht auch in sogenannte Multisystem-Lokomotiven, damit ungebrochene grenzüberschreitende Europaverkehr möglich sind.

Eine andere Geschichte ist natürlich die Benutzung von Dieselloks als Alternative.

Der Hersteller Bombardier Transportation hat 2004 seine erste Multisystemlok für Europa entwickelt.
Die modular aufgebaute Lok für den innereuropäischen Güterverkehr ist sowohl für Gleichstrom als auch für Wechselstrom ausgelegt und kann mit den Zugsicherungssystemen ausgerüstet werden, die es in Europa gibt.
Die neu entwickelte Mehrsystem-Lok vom Typ Bombardier TRAXX MS lässt zuerst die Grenzen im Schienenverkehr zwischen der Schweiz und Italien fallen.


Gruß
M.Mayerhofer


Es gibt Dinge, die muss man glauben, um sie sehen zu können, und es gibt Dinge, die muss man sehen, um sie glauben zu können. Und dann gibt es noch Dinge, die man einfach nicht glauben kann, obwohl man sie sieht!

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