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60-Tonnen-Lastzüge


Güterkraftverkehr und LKW Forum: Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Disponenten, Entscheider und Fuhrparkmanager. Unser Forum Güterkraftverkehr und LKW behandelt Fragen wie, welche Routenplanungs-Tools gibt es für den Güterkraftverkehr? Welche Versicherungen sind für den Güterkraftverkehr sinnvoll? Wie wird man Fuhrparkmanager und was sind die wichtigsten Aufgaben? Welche Trends gibt es im Güterkraftverkehr und wie wirken sie sich auf die Branche aus? Wie lässt sich die Kraftstoffeffizienz von LKWs verbessern?


Mayerhofer Geschrieben am 09 Dezember 2005



Dabei seit
14 Mai 2005
722 Beiträge
In den Niederlanden läuft ein Großversuch mit 60-Tonnen-Zügen. Über eine erste Zwischenbilanz wird berichtet.

Der Holländische Transportverband Transport en Logistiek Nederland (TLN) organisierte den Großversuch mit 60-Tonnen-Zügen, der bis Ende November 2006 laufen soll. Die ersten Ergebnisse sind ermutigend laut Projektleiter Ambro Smit. Den meisten Unternehmern geht es dabei nicht darum höhere Ladegewichte zu befördern, sondern mehr Ladefläche zur Verfügung zu haben.

Die Meinungen gehen auseinander. Nachteile sind z.B. die nicht geeignete Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. Man bedenke die Belastung der Straßen und Brücken mit den 60-Tonnern. Außerdem sind im Großversuch auch nur bestimmte Fahrstrecken genehmigt, die es meiner Meinung nach auch in der Zukunft geben wird falls es Länder gibt die das erlauben. Ein weiterer Grund der dagegen spricht ist die Beherrschbarkeit von LKWs mit 60 Tonnen zul. GG. Die Unfälle mit LKWs häufen sich ja in letzter Zeit wieder laut den Nachrichten im Radio.

Ich denke, das es in Deutschland auch in der Zukunft keine Überlangen Fahrzeuge (25,25 Meter) und keine höhere zulässige Gesamtgewichte (60 Tonnen)geben wird.

Was meint der Rest der Truppe.

Gruß
M.Mayerhofer

CARGOFORUM PARTNER

frankenstein Geschrieben am 10 Dezember 2005



Dabei seit
11 August 2005
198 Beiträge
Das der "Verband" das Versuchsprojekt (auch wenn in NL) positiv einstuft, dürfte ausser Frage stehen! 8)

Die Diskussion wird schon länger, auch in anderen Foren, geführt!

Meine Meinung dazu im Verkehr innerhalb Deutschlands:
Vorweg:
Ich durfte mich dazu mit Straßen- u. Brückenbauherren auseinandersetzen.

Die BABŽs würden diese Gewichte durchaus vertragen, aber leider nur kurz- o. mittelfristig gesehen! Das blöde dabei ist, das der Haushalt, insbesondere für den Ausbau (Renovierung= langfristig ausgelegt) der BABŽs wenig hergibt!

Ein leicht zu übersehender Faktor sind die Brücken!

Fahrt mal mit offenen Augen! Es geht hier nicht nur um die großen Brücken, die jeder sieht! Wieviele Unterführungen überfahrt Ihr auf der BAB? Schon mal bewusst aufgepasst?
Wahrscheinlich nicht!! Ging mir bis vor kurzem im Übrigen auch nicht anders!
All diese kleine Unterführungen müssten also umgebaut werden um dem standzuhalten!

Was das kosten würde! Das muss ich Euch aber nicht erzählen!

Fazit für mich: Das Thema kam auf den Tisch und wird, so schnell wie es gekommen ist auch wieder verschwinden!

juergen2 Geschrieben am 12 Dezember 2005



Dabei seit
20 Oktober 2005
307 Beiträge
Hallo,

ein sehr interessantes Thema. Wir haben in der Eu und speziell in Deutschland ja folgendes Problem:

Steigendes Verkehrsaufkommen durch ständig weiterwachsende Spezialisierung und Verschiebung von Kapazitäten.

Wie ich an anderer Stelle schonmal gepostet hab, ist das Wunschdenken dieses Mehraufkommen zB auf die Bahn umzuleiten systembedingt nicht machbar und auch zu teuer.

Also muss man schauen wie man
- soviel wie möglich unnötige Verkehre vermeidet (Stichwort intelligente Disposition, vollokommener Marktüberblick)
- Wegekosten verteuern und verursachergerecht anlasteen (zB Maut)
- und die vorhandene Ressourcen (= Strassen) optimal nutzt.

Und diese letzte Option ist m.E.mindestens genauso wichtig wie die beiden anderen Punkte, und die 60-to-Züge sind da ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie Michael schon schreibt, den meisten Verladern wird es um den Laderaum, nicht um das Maximalgewicht gehen; insofern ist es auch ein wenig einseitig wenn man nur von "60-Tonnen-Zügen" spricht, statt von "Gigazügen" in Anlehung an die Wortwahl der "Megatrailer".

Die Brückenbelastung hängt auch gar nicht so sehr vom zul.GG ab, sondern vielmehr von der Achslast; und wo ist bitteschön der Unterschied zur aktuellen Situation?

Man will ja hinter einen Auflieger noch einen Anhänger dranhängen; d.h. für die Brücke spielt es doch keine Rolle ob der Anhänger von einem Auflieger gezogen wird oder von einem Hängerzug! Die Gesamtbelastung nimmt ab (weil weniger ziehende Einheiten benötigt werden) und die Punktbelastung per Achslast ist identisch.

Thema Sicherheit: Eine ziehende Einheit hat heute ABS und wird separat gebremst; ist ja nicht so als müsste die Zugmaschine das Gesamtgewicht abbremsen.
Ich sehe da weniger Probleme, bei vernünftig ausgelegter Bremsanlage glaube ich nicht daß ein 60-to-Zug wesentlich längere Bremswege hat als ein 40-Tonner.

Andere Problematik: Wo macht ein Fahrer denn seine Standzeit, wo haben wir Parkplätze für diese Züge, wo kann er tanken...diese Infrastruktur muss erst noch geschaffen werden.

Meine persönliche Meinung: Wir könnten diese Gigazüge in Deutschland gut gebrauchen, und wenn es nur für die Transitverkehre ist die unser Land durchqueren oder für Streckentransporte.
In der Stadt haben solche Züge nix verloren.

Gruss

Juergen 2

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